ARBÖ: Großer Anteil der Schulkinder verunglückt im Auto

Gute Vorsätze der Eltern zu Schulbeginn gefragt

Wien (ARBÖ) - Die Gefahren des Schulweges lauern nicht nur auf
dem Fußweg, sondern zunehmend im Auto der Eltern: Schon mehr als
40 Prozent der im Vorjahr auf dem Schulweg verletzten Kinder sind als Mitfahrer im Pkw verunglückt. Auf diesen Aspekt der Unfallbilanz, der vielen Eltern zu denken geben sollte, macht der ARBÖ anläßlich des bevorstehenden Ferienendes aufmerksam.

Im Vorjahr wurden bei 599 Schulwegunfällen 632 Kinder verletzt und sieben getötet, doch nur 381 der insgesamt 639 Verunglückten waren Fußgänger. 43 Kinder verunglückten als Radfahrer, nicht weniger als 269 Kinder kamen im angeblich so sicheren Auto zu Schaden. Für die Experten des ABÖ eine alarmierende Zahl.

Besonders wichtig ist laut den ARBÖ-Experten nicht nur das gesetzlich vorgeschriebene Vorhandensein von entsprechenden Rückhalteeinrichtungen, sondern auch deren korrekte Anwendung.
Doch auch abseits der Einhaltung dieser Vorschriften können
Eltern, Großeltern oder Tanten viel tun, um den Nachwuchs sicher zum Unterricht zu bringen.

ARBÖ-Cheftechniker Dipl.-Ing. Diether Wlaka plädiert für ein Team "Eltern, Kinder, Schule und Verkehr" und mahnt die Verantwortung der Erwachsenen für die Sicherheit der Sprößlinge auf dem Schulweg ein: "Mit geringem Aufwand können Eltern viel für die Gesundheit und Sicherheit ihrer Kinder tun. Das beginnt schon beim richtigen Aussteigenlassen aus dem Auto."

Die Tips des ARBÖ-Experten, die eine Selbstverständlichkeit sein sollten:

- Die Kinder immer auf der dem Gehsteig zugewandten Seite aussteigen lassen, damit sie nicht vom nachfolgenden Verkehr gefährdet werden können.

- Nicht in zweiter Spur zum Aussteigenlassen anhalten, lieber einen weiter entfernten Parkplatz ansteuern und die zusätzlichen paar Schritte in Kauf nehmen.

Nach einem anstrengenden Schultag leidet die Aufmerksamkeit der Kinder für den Straßenverkehr besonders, daher:

- Beim Abholen immer auf dem schulseitigen Gehsteig auf das
Kind warten. Nicht von der gegenüberliegenden Straßenseite winken.

Wenn verantwortungsbewußte Eltern diese einfachen Richtlinien der ARBÖ-Sicherheitsexperten beherzigen und alle Autofahrer im Nahbereich von Schulen besondere Aufmerksamkeit walten lassen, könnten die traurigen Eintragungen in der jährlichen Schulwegunfallstatistik deutlich sinken.

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