Bezirksantidiskriminierungsbeauftragter/Oberösterreich

Gerichtliche Menschenhetze im Jahr des EU-Ratsvorsitzes

Wien (OTS) - Die menschenverachtende und skandalöse Urteilsbegründung des oberösterreichischen Richters Klaus Bittmann im Prozeß gegen Kurt Diemann, der in der Zeitschrift "Der 13." homosexuelle Menschen als "Ratten" bezeichnet sowie deren Konfrontation mit "Nazimethoden" gefordert hat, hat im Richterspruch eine äußerst widerliche Fortsetzung gefunden.

"Offensichtlich konnte Richter Bittmann sich nicht genügend von der zoologischen Argumentation des Angeklagten abgrenzen. Lesben und Schwule können seitdem nicht mehr sicher sein, vor wem mann/frau sich mehr in acht nehmen soll: vor denen, die diskriminieren und verhetzen oder vor denen, die über die unantastbare Menschenwürde wachen sollten. Richter Bittmann hat damit eine zweifelhafte Visitenkarte für Österreichs Menschenrechtsbemühungen während des EU-Ratsvorsitzes abgegeben", meint Thomas Fröhlich, Antidiskriminierungsbeauftragter des 6. Bezirks und schwuler Bezirksrat der Grünen-Alternative.

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