Auch ÖVP-Politiker für neues Waffengesetz

Wiener VP-Chef Görg vehement für Verschärfung.

Wien (OTS) - Vorausmeldung zu NEWS Nr. 36/3.9.98

Wie das morgen erscheinende Nachrichtenmagazin NEWS
berichtet, treten immer mehr prominente ÖVP-Politiker für eine Verschärfung des bestehenden Waffengesetzes - und damit gegen ihre Parteilinie - auf. Nach dem VP-Abgeordneten Franz Morak, der in der Vorwoche als erster ausgeschert ist, kommt nun auch Unterstützung vom Gesundheitssprecher der ÖVP, Erwin Rasinger. Fü ihn ist ein generelles Verbot privater Waffen nach englischem Vorbild "ein legitimes Denkmodell" Rasinger: "Denn wir müssen die tickenden Zeitbomben entwaffnen."

Im NEWS-Gespräch deklarierte sich nun auch der bisher einflußreiste VP-Vertreter, der Wiener Landesparteichef Bernhard Görg, eindeutig. Er wäre schon vor einem dreiviertel Jahr parteiintern dafür eingetreten, private Waffen zu verbieten, hätte aber "aus Solidarität mit dem Parteiobmann und, weil ich im Parteivorstand überstimmt wurde", geschwiegen. Görg: "Es wurde genug getötet. Für mich ist eine Verschärfung des Waffengesetztes jetzt auf der Tagesordnung."

Demgegenüber erklärte allerdings ÖVP-Sicherheitssprecher Paul Kiss erwartungsgemäß, am bestehenden Gesetz festzuhalten. Die ÖVP werde das Waffengesetz bis 1999 mit Sicherheit nicht mehr diskutieren.

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