Prokop unterstützt Verbesserungen beim Karenzgeld:

Fällige Reparatur des Sparpaketes

St.Pölten (NLK) - Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop unterstützt den Vorschlag von Familienminister Dr. Martin Bartenstein, Verbesserungen beim Karenzgeld einzuführen und damit den Anspruch auf das Kinderbetreuungsgeld auf alle Mütter auszuweiten:
"Im Zuge der Familiensteuerreform wäre es notwendig, das Karenzgeld auf 6.000 Schilling zu erhöhen und die Anzahl der Beziehungsberechtigten sowie den Bezugszeitraum auf zwei Jahre auszuweiten. Im Interesse der Frauen und Familien sollten alle Mütter Kinderbetreuungsgeld erhalten, unabhängig davon, ob die Frau berufstätig war oder ist", argumentiert Prokop. Für Prokop wären diese Maßnahmen eine längst fällige Reparatur im Zuge des Sparpaketes 1996. Im Rahmen dieses Sparpaketes wurde das Karenzgeld auf 1,5 Jahre verkürzt und die Geburtenbeihilfe gestrichen. Der Karenzgeldanspruch ist zur Zeit an ein vorhergegangenes Beschäftigungsverhältnis geknüpft. Unselbständige erhalten das Karenzgeld in der Höhe von 5.565 Schilling pro Monat, Selbständige und Bauern die Betriebshilfe in der Höhe des halben Karenzgeldes. Daraus ergibt sich, daß in Österreich rund sieben Prozent der Mütter oder Väter keinen Karenzgeld-Anspruch haben, vier Prozent bekommen nur das halbe Geld. Das Karenzgeld wird von der Arbeitslosenversicherung (30 Prozent) und dem Familienlastenausgleichsfonds des Bundes (70 Prozent) finanziert. Durch die Ausdehnung des Karenzgeldes auf alle Erziehungsberechtigten würde sich der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um 0,3 Prozent verringern.

Wenn es die Finanzsituation erlaube, würde Prokop es befürworten, als nächsten Schritt das Kinderbetreuungsgeld für alle Mütter bis zum dritten Geburtstag ihres Kindes einzuführen. Prokop: "Die Frauen hätten so die Chance, in den ersten drei Jahren Beruf und Familie zu verbinden." Dieser Kinderbetreuungsscheck würde gerade die finanzielle Lage von Frauen mit Teilzeitarbeit wesentlich verbessern und den Frauen den Verbleib im Berufsleben entscheidend erleichtern. Zudem würde bei einer Ausweitung des Kinderbetreuungsgeldes die NÖ Familienförderung, die ein Zuschuß für einkommensschwache Familien ist, nicht wegfallen. Das Modell des Kinderbetreuungsgeldes bis zum dritten Geburtstag füge sich außerdem nahtlos in das System der NÖ Familienförderung mit der kostenlosen Vormittagsbetreuung im Kindergarten ein.

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