PPV-Industrie: Mengenwachstum im 1. Halbjahr 1998

Produktion erhöhte sich um 4,2% - Auftragslage läßt vorerst keinen weiteren Anstieg erwarten

Wien (PWK) - Die Papier und Pappe verarbeitende Industrie hat das
1. Halbjahr 1998 mit einer mengenmäßigen Steigerung der Produktion von 4,2 Prozent und einem Wertzuwachs von + 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen, heißt es in einer Aussendung des zuständigen Fachverbandes in der Wirtschaftskammer Österreich. Da es sich bei den Zuwächsen lediglich um eine Mengenkonjunktur handelt, bleibt die Preis/Kostenschere weiterhin das Hauptproblem der PPV-Industrie. ****

Trotz Verflachung der Konjunktur in einigen Branchen konnte die positive Produktionsentwicklung der PPV-Industrie auch im 2. Quartal gehalten worden. Träger der Zuwächse war der Export (PPV Erzeugnisse Menge + 6,8 Prozent, Wert + 4,7 Prozent), wobei in den Ostländern überdurchschnittliche Zuwächse erreicht werden konnten. Dieses Ergebnis ist umso bemerkenswerter, als gewisse Ostmärkte direkt von den Niederlassungen österreichischer Hersteller vor Ort versorgt werden.

Wellpappeindustrie und Faltschachtelindustrie lagen mit den Zuwächsen über dem Branchendurchschnitt, während sich flexible Verpackung, Hygienische Papierwaren, Buchbinderische Erzeugnisse, Organisationsmittel und Sonstige Papierwaren eher unterdurchschnittlich entwickelten.

Strukturelle Veränderungen bei der Kundenindustrie, insbesondere in der Nahrungs- und Genußmittelindustrie, führen zu einer Stagnation des Inlandsmarktes. Konzentrationen in Handel und Markenartikelindustrie, wie der Verkauf der Meinl Gruppe, verschärfen die Situation. Diese Tendenzen sowie die Entwicklung der Auftragseingänge lassen einen weiteren Anstieg der Produktion vorerst nicht erwarten.

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verarbeitenden Industrie Österreichs
Mag. Rudolf Bergolth
Tel: 505 53 82-0

PPV-Fachverband der Papier und Pappe

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