Entscheidung über neuen KIA-Partner um einige Wochen vertagt

Alle Bieter wollen Schuldennachlaß

Wien (OTS) - Die Entscheidung über den neuen Partner für den drittgrößten koreanischen Auto-Produzenten KIA ist nun offiziell um einige Wochen verschoben worden. Wie in Seoul verlautete, soll die Entscheidung am 26. September nach einer neuerlichen kurzen Ausschreibung fallen.

Ursprünglich hätte der neue Partner heute bekanntgegeben werden sollen, doch wurde das Verfahren kurzfristig annulliert. Grund dafür war die Schuldenfrage des Unternehmens. Alle vier Bieter in der Endrunde - die US-amerikanische Ford sowie die koreanischen Unternehmen Hyundai, Daewoo und Samsung - hatten eine Reduktion der Schulden verlangt, womit ihre Angebote formal nicht der Ausschreibung entsprachen.

Bereits gestern nachmittag ist der gerichtlich eingesetzte Verwalter von KIA, der ehemalige Minister Yoo Jong Yul, mit dem Präsidenten des Hauptgläubigers des Unternehmens, der Korean Development Bank, KDB, zusammengetroffen, um über eine Reduktion der Schulden zu beraten. Per Ende Juni lagen die Gesamtverbindlichkeiten von KIA Motors und seines Schwesterunternehmens Asia Motors bei umgerechnet fast USD 10Mrd., die gesamten Positiva jedoch nur bei rund USD 6 Mrd.

Nach inoffiziellen Informationen soll bis ca. 10. September über einen Schuldennachlaß verhandelt werden und anschließend das Bietverfahren auf Basis eines günstigeren Schuldenstandes noch einmal für einige Tage eröffnet werden. In drei Wochen soll die endgültige Entscheidung fallen.

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