Mehr Jungunternehmer in die EU-Politik

Schüssel auf Jungunternehmer-Gipfel: Nur Unternehmer können Jobs schaffen - Arbeitslosigkeit zentrales Problem der EU

Wien (PWK) - "Die Bewältigung der Arbeitslosigkeit ist ein zentrales Problem der Europäischen Union", sagte Vizekanzler Wolfgang Schüssel am Montag beim 4. Weltwirtschaftsgipfel der Jungunternehmer in der Wirtschaftskammer Österreich. Arbeitsplätze könnten nur durch Unternehmer geschaffen werden. Seit 1980 seien in Europa rund 15.000 neue Jobs entstanden, in den USA waren es 30.000. "Wir müssen das europäische Modell überdenken", forderte Schüssel. Ein gemeinsames Vorgehen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern könne wesentlich bessere Ergebnisse für die Schaffung von Arbeitsplätzen bringen als Streiks und Gegensätze der Sozialpartner. ****

Die Erweiterung der EU werde mehr Arbeitsplätze in Europa schaffen - nicht nur in den Beitrittsländern, sondern auch in den alten EU-Mitgliedsstaaten, zeigte sich Schüssel überzeugt.

Als Ziel der österreichischen, aber auch der kommenden EU-Präsidentschaften formulierte Schüssel: "Europa muß wieder seine globale Bedeutung erlangen". Dazu seien mehr Offenheit und Toleranz, mehr "Europäismus" nötig und weniger defensive Haltung, wie sie derzeit immer noch vorherrsche. Der europäische Binnenmarkt umfaßt jetzt schon nahezu 400 Millionen Menschen, nach der Erweiterung werden es 500 Millionen sein. Damit werde Europa zur stärksten Wirtschaftseinheit der Welt, erinnerte der Vizekanzler.

Die Vizegouverneurin der Österreichischen Nationalbank, Gertrud Tumpel-Gugerell, betonte die Wichtigkeit einer stabilen Wirtschaftsregion vor allem in Zeiten der Unsicherheit. Der Eurozone falle daher eine besondere weltwirtschaftliche Bedeutung zu. Der Euro werde wesentlich zur Stärkung des europäischen Binnenmarktes beitragen und die Chancen für das Wirtschaftswachstum der EU-Länder erhöhen, sagte Tumpel-Gugerell.

Zur Entwicklung des Rubels meinte die ÖNB-Vizegouverneurin, daß es sich hier vor allem auch um ein psychologisches Problem handle. Man dürfe die Situation durch Überbetonen nicht noch schlechter machen. Auch solle man die gesamte osteuropäische Region nicht in "einen Topf" werfen. Die einzelnen Länder müßten vielmehr differenziert betrachtet werden.

Vorstandsdirektor Gerhard Novy von der Bank Austria wies auf die jahrzehntelangen Erfahrungen seines Institutes in den mittel- und osteuropäischen Ländern hin und betonte, daß die Bank ihre Kunden auch in der gegenwärtigen schwierigen Situation unterstützen werde.

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