AbfallnachweisVO bringt Erleichterungen für Gewerbebetriebe

Abfallnachweis wird an das EU-Recht angepaßt

Wien (PWK) - Mit 1. Oktober d.J. wird in Österreich die Abfallnachweis-Thematik neu geregelt. Für Klein- und Mittelbetriebe wird es dabei zu Erleichterungen kommen. Auch der Gewerbebetrieb kann künftig Kleinstmengen gefährlicher Abfälle wie ein Haushalt als "Problemstoffe" bei Sammelstellen abgeben. ****

Gleichzeitig mit der AWG-Novelle tritt mit 1. Oktober die neue Abfallnachweisverordnung in Kraft. Eine wesentliche Änderung ist der Wegfall der bisher gültigen "Kleinstmengenregelung" ( 9). Dieser Regelung zufolge mußten bisher auch Kleinstmengen gefährlicher Abfälle an einen befugten Sammler weitergegeben werden. Die Bestimmung wurde in Übereinstimmung mit dem EU-Recht gestrichen.

Mit der Neuregelung wird verhindert, daß auch kleinste Gewerbebetriebe zu "Erzeugern gefährlicher Abfälle" werden, stellt dazu der Umweltsprecher der Bundessektion Gewerbe und Handwerk, Hans Prihoda, fest. "Die Lackdose des Kleidermacherbetriebes oder die Uhu-Tube aus dem Büro können damit ohne weiteren Aufwand als Problemstoffe bei den Sammelstellen abgegeben werden".

Als weiteren Erfolg bezeichnet Prihoda die Neufassung der Erzeugermeldung. Im Zusammenhang mit der Neuordnung des Abfallnachweises wird festgelegt, daß der Abfallerzeuger seine "Nämlichkeit" (allgemeine Firmendaten, etc.) angibt. Die Anführung der Abfallart und -menge und damit auch die Änderung der Abfallmenge entfallen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Peter Paul Huger
Tel: 01/50105/DW 3015

Abteilung für Umweltpolitik

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK