ARBÖ-Umfrage: Mehrheit für EU-Kennzeichen

Doch die bisherigen Nummerntafeln bleiben

Wien (ARBÖ) - Eine Mehrheit von knapp 60 Prozent hat sich bei
einer ARBÖ-Umfrage für die Einführung der in einigen europäischen Ländern bereits üblichen EU-Fahrzeugkennzeichen mit dem blauen Balken auf der linken Seite ausgesprochen. Das Verkehrsministerium hat jedoch nach Angaben des ARBÖ keine Pläne, dieses Kennzeichen, das in dem blauen Balken die zwölf EU-Sterne sowie das internationale Unterscheidungskennzeichen beinhaltet, in
Österreich einzuführen.

Die Umfrage wurde in ARBÖ-Klubjournal "Freie Fahrt" durchgeführt. Auf die Frage: "Sind Sie für die Einführung eines EU-Kennzeichens auch in Österreich?" antworteten exakt 59,9
Prozent der Einsender mit ja. Fast die Hälfte der Befürworter wäre sogar bereit, sich das EU-Taferl etwas kosten zu lassen. Exakt
44,3 Prozent beantworteten die Zusatzfrage: "Wären Sie bereit, einen Aufpreis für ein EU-Kennzeichen zu bezahlen?" ebenfalls mit ja.

Trotz dieser Pro-Stimmung beabsichtigt das Verkehrsministerium derzeit nicht, ein EU-Kennzeichen mit integriertem Nationalitätsbuchstaben einzuführen. Verkehrsminister Dr. Caspar Einem auf Anfrage des ARBÖ: "Österreich liegt an der Ostgrenze der EU, und es werden sehr häufig Fahrten in Nicht-EU-Länder durchgeführt. Bei Fahrten in diese Länder bräuchten die österreichischen Fahrzeuge weiterhin das internationale Unterscheidungskennzeichen. Auch aus diesem Grund erachte ich es nicht für zweckmäßig, Kennzeichen mit integriertem Nationalitätskennbuchstaben einzuführen."

Erst kürzlich hat das Verkehrsministerium per Erlaß geregelt, daß ausländische EU-Kennzeichen in Österreich auch als internationales Unterscheidungskennzeichen anerkannt werden und
bei diesen Fahrzeugen das gebräuchliche ovale Schild entfallen kann.

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