Cerwenka: Schotterabbau in Niederösterreich ist nur Spitze des Eisberges

Mehr als 200 Ansuchen für Schotterabbau in Österreich

St. Pölten, (SPI) – "Unsere Warnungen waren mehr als berechtigt – die Schotterindustrie versucht noch rasch vor Inkrafttreten eines neuen Berggesetzes zu den alten Bestimmungen so viele Abbaubewilligungen wie möglich zu erhalten. Auf Bedenken
bezüglich des Natur- und Umweltschutzes, der Lebensqualität der Anrainer sowie der Zerstörung beliebter Freizeit- und Naherholungsräume wird dabei keine Rücksicht genommen, wie dies die von der Berghauptmannschaft erteilte Abbaugenehmigung in den Donauauen bei Zwentendorf beweist”, kritisiert der Tullner SP-Landtagsabgeordnete Helmut Cerwenka.****

"Gegen diese "Ignoranz” seitens der Schotterlobby müssen wir nun alle gemeinsam – Politik, Umweltschützer, Anrainer, Bevölkerung, Medien - an einem Strang ziehen. Bundesminister Farnleitner ist aufgerufen zu prüfen, ob er im Rahmen seiner Möglichkeiten alle bisher zu den alten Bestimmungen getätigten Ansuchen so lange
"auf Eis legen” kann, bis sie zu den neuen Bestimmungen des Berggesetzes behandelt werden können. Seit Monaten bringt Farnleitner die Gesetzesnovelle einfach nicht weiter - jetzt muß etwas passieren. Sonst könnten Schäden an der Natur und der
Fauna und Flora angerichtet werden, die einfach nie mehr
gutzumachen sind”, so Cerwenka weiter. Das neue Berggesetz soll neben vermehrten Anrainerrechten auch einem verstärkten Umwelt-
und Naturschutzgedanken Rechnung tragen. "Die Novelle wird
ohnehin in den nächsten Monaten erwartet – bis dahin müssen die Unternehmen einfach warten”, so Cerwenka abschließend.
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