Keusch: Ausbau B 121 – keine halbherzige Lösung für den Bereich Weißes Kreuz – Waidhofen/Ybbs

Ersparte Kreisverkehr-Millionen für vierspurigen Ausbau der B 121 verwenden

St. Pölten, (SPI) – "Der Ausbau der B 121 (Bundesstraße Amstetten-Weyer) ist seit Jahren eine verkehrstechnische Notwendigkeit und eine dringende Forderung der SPÖ-Amstetten. Der vierspurige Ausbau wird nur bis zum "Weißen Kreuz" erfolgen, die derzeit ampelgeregelte Kreuzung in diesem Bereich soll durch einen Kreisverkehr entschärft werden. Von da ab bleibt die B 121 Richtung Waidhofen/Ybbs insbesondere im Bereich Wirtschaftspark – Kematen bis zum Ortsbeginn allerdings zweispurig, da aufgrund bereits durchgeführter Verkehrszählungen angeblich kein Handlungsbedarf besteht, die Straße zu verbreitern. Diese "Sparmaßnahme" könnte sich allerdings noch als "kontraproduktiv" erweisen", kritisiert der Amstettner SP-Landtagsabgeordnete Eduard Keusch.****

Angesichts dieser Ausbaupläne muß von einer halbherzigen Lösung gesprochen werden. Man erspart sich zwar - durch die Errichtung des Kreisverkehrs anstatt der ursprünglich geplanten Unterführung beim Wirtschaftspark Kematen – rund 10 Millionen Schilling, das Hauptproblem des PKW-Verkehrs wird aber nicht gelöst. Derzeit besteht im Abschnitt zwischen Kematen und Amstetten in beiden Richtungen praktisch keine Überholmöglichkeit, wenn die Fahrbahn von Traktoren bzw. langsam fahrenden LKW’s "blockiert" wird – was gerade zu den Hauptverkehrszeiten zu massiven Verkehrsbehinderungen führt.

Offensichtlich will sich der Verkehrsreferent LH Pröll die ersparten 10 Mio. Schilling für den Ausbau der Straßen im Wirtschaftspark "unter den Nagel reißen". Dies geht allerdings zu Lasten der vielen Pendler aus den Ybbstalgemeinden, die aus beruflichen Gründen täglich diese Strecke befahren müssen. "Niemand kann mir einreden, daß dies zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beiträgt und man sich ernsthaft mit den Problemen des Berufs- und Pendelverkehrs auseinandersetzt. Pröll und sein Team (insbesondere der aus dem Ybbstal stammende Finanzlandesrat Mag. Sobotka) sind daher gefordert, die ersparten Finanzmittel für einen weiteren mehrspurigen Ausbau der B 121 – und zwar ab dem Weißen Kreuz zumindest bis Ortsbeginn Kematen – zur Verfügung zu stellen. Damit könnte die Sparvariante vermieden und vielleicht zukünftige, erneute Ausbaumaßnahmen verhindert werden", so Abg. Keusch abschließend.
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