VOEST-Alpine Stahl AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

Linz (ots - Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

VOEST-ALPINE STAHL KONZERN: BESTES QUARTALSERGEBNIS SEIT BÖRSENGANG Geschäftsjahr 1998/99 mit weiterer Gewinnsteigerung

Die Entwicklung des VOEST-ALPINE STAHL-Konzerns in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 1998/99 (April bis Juni 1998) läßt sich in wenigen Worten zusammenfassen: "Es war ein hervorragendes 1. Quartal, das mit dem besten Quartalsergebnis seit dem Börsengang im Herbst 1995 abgeschlossen werden konnte", sagt der Vorstandsvorsitzende der börsennotierten VOEST-ALPINE STAHL AG, Dr. Peter Strahammer anläßlich der Veröffentlichung des Quartalsberichtes zum 30. Juni 1998.

Der Betriebserfolg (EBIT) konnte mit 903 Mio. ATS gegenüber dem Vergleichswert des 1. Quartals 1997/98 mehr als verdoppelt werden. Gründe dafür waren die Vollauslastung aller Kapazitäten durch eine anhaltend hohe Nachfrage, gute Preise in allen wesentlichen Produktsegmenten und das Wirksamwerden der Kostenvorteile aus den Großinvestitionen der vergangenen Jahre.

Der Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der Rohstahlproduktion im Detail:

Rohstahlproduktion
(in 1. Quartal 1997/98 1. Quartal Tonnen) 1998/99 Flachprodukte (Linz) 905.000 877.000 Langprodukte (Donawitz) 312.000 316.000
Konzern gesamt 1.217.000 1.193.000

Die gegenüber dem 1. Quartal 1997/98 etwas geringere Rohstahlproduktion in Linz ist auf einen mehrtägigen Produktionsausfall zurückzuführen. Dieser Ausfall konnte durch Zukäufe von Rohstahlbrammen allerdings kompensiert werden.

Die Versandmengen zeigen eine weiter steigende Tendenz:

Versandmengen
(in 1. Quartal 1997/98 1. Quartal Tonnen) 1998/99 Flachprodukte 888.000 914.000 Langprodukte 288.000 297.000
Konzern gesamt 1.176.000 1.211.000

Das Preisniveau des 1. Quartals des laufenden Geschäftsjahres lag insgesamt um 7 Prozent über dem Durchschnitt des gesamten Geschäftsjahres 1997/98 bzw. um rund 3 Prozent über dem des letzten Quartals des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Die positive operative Entwicklung findet auch einen entsprechenden Niederschlag in den wesentlichen finanziellen Kennziffern des Konzerns und der beiden Produktionsdivisionen (Darstellung jeweils konsolidiert):

Fl ach Lang Konzern gesamt in Mio.
1. Qu. 1. Qu. 1. Qu. 1. Qu. 1.Qu. 1. Qu.
ATS 1997/98 1998/99 1997/98 1998/99 1997/98 1998/99
Umsatz 6.810 7.315 2.027 2.293 8.628 9.365
EBITD*) 858 1.323 174 225 1.013 1.517
EBIT 356 780 110 154 446 903 (Betriebserfolg)
*)Betriebserfolg vor Abschreibungen

Der konsolidierte Konzernumsatz liegt mit 9,4 Mrd. ATS um 8,5 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres, der Betriebserfolg vor Abschreibungen (EBITD) mit 1,5 Mrd. ATS um 50 Prozent und der Betriebserfolg (EBIT) übertrifft mit 903 Mio. ATS den Vorjahreswert sogar um 102 Prozent.

Der VOEST-ALPINE STAHL-Konzern beschäftigte zum 30. Juni 1998 14.471 Mitarbeiter, was gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (31. März 1998) einer - konjunkturbedingten -Erhöhung um 55 Mitarbeiter entspricht.

"So erfreulich diese Entwicklung ist, muß ergänzend darauf hingewiesen werden, daß das zweite Kalenderquartal traditionell das nachfragestärkste in der Stahlindustrie ist. Von einer Wiederholung dieses Ergebnisses im laufenden, schon aufgrund von Urlaubszeit und Werksferien strukturell schwächeren Sommerquartal darf nicht ausgegangen werden", stellt Strahammer klar.

AUSBLICK - WEITERE ERGEBNISVERBESSERUNG GEGENÜBER 1997/98

Aufgrund der gebuchten Aufträge, insbesondere aus den längerfristigen Verträgen, kann bis Ende des laufenden Geschäftsjahres von einer weiterhin guten Auslastung ausgegangen werden. Da mehr als 50 Prozent des Umsatzes aus längerfristigen, meist Jahresverträgen resultieren, sollten in diesem Bereich die durchschnittlichen Erlöse bis Ende des Jahres auf einem attraktiven Niveau bleiben.

Differenzierter stellt sich die Situation im Bereich des kurzfristigen Geschäftes, insbesondere bei den Quartalsabschlüssen, dar. Hier sind zuletzt die Preise von Warmbreitband, Kaltband und Grobblech sowie die Erlöse bei Rohren, Profilen und Walzdraht infolge von verstärkten Importen aus Südostasien bzw. Zentral- und Osteuropa teilweise deutlich unter Druck geraten. In diesen Bereichen

muß daher jedenfalls bis zum Jahresende mit einem sinkenden Preisniveau gerechnet werden.

Wenn das Qualitätsprogramm des VOEST-ALPINE STAHL-Konzerns auch nicht unmittelbar durch diese Commodity-Importe bedroht ist, wirken diese sich doch letztlich auf das Preisniveau insgesamt negativ aus, sodaß auch im oberen Qualitätsbereich Preiseinbußen zu befürchten sind. Derzeit halten sich freilich die Preise für verzinkte und beschichtete Bleche sowie Schienen weiterhin auf einem stabil guten Niveau.

Aus heutiger Sicht ist noch nicht absehbar, wie sich die Mengen und Preise für das 4. Quartal des Geschäftsjahres (erstes Kalenderquartal 1999) entwickeln werden. Dies wird sehr stark vom Ausgang der Verhandlungen über die Jahresverträge 1999 (Automobilindustrie, Hausgeräteindustrie, Rohstoffe), die im Herbst dieses Jahres anstehen, abhängen, sowie von der weiteren Entwicklung in Südostasien und Rußland.

Alles in allem rechnet der Vorstand der VOEST-ALPINE STAHL AG jedoch weiterhin mit einem Ergebnis für das Geschäftsjahr 1998/99, welches sowohl in den operativen Kennzahlen als auch im Jahresüberschuß über den Werten des Geschäftsjahres 1997/98 liegen wird.

Keine neuen Entwicklungen ergeben sich aktuell in Polen. Intensivere Privatisierungsverhandlungen über die polnische Stahlindustrie zeichnen sich erst ab September ab.

Ende der Mitteilung ------------------------------------------------------------------- Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/08