AK fordert wirksamere Strafbestimmungen im Lebensmittelgesetz

Wien (OTS) - "Auch durch Wiederholungen werden die Ergebnisse
nicht besser": So kommentiert AK Konsumentenschützer Harald Glatz die Kritik des Lebensmittelhandels am aktuellen Wursttest der AK. Die Untersuchungen der AK - die von amtlichen Prüflabors durchgeführt werden - zeigen "in unschöner Reihenfolge", daß der Handel mit den Haltbarkeitsdaten in viel zu vielen Fällen fahrlässig vorgehe. Die Konsumenten könnten sich auf die angegebene Ablaufdaten nicht verlassen. Glatz fordert daher eine Änderung der Strafbestimmungen im Lebensmittelgesetz. Derzeit würde eine Anzeige nämlich nur die Kleinen, die Angestellten im Handel, nicht aber die eigentlich verantwortlichen Unternehmen treffen. Wirksamer wäre das Gesetz dann, wenn Sanktionen wegen eines Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz das Unternehmen treffen würde, so Glatz. ****

Der Handel soll seine Verantwortung endlich wahrnehmen: Das
fordert AK Konsumentenschützer Harald Glatz in einer Reaktion auf die Aussendung des Lebensmittelhandels. Glatz verlangt eine Änderung des Lebensmittelgesetzes. Derzeit seien für die Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Vorschriften ausschließlich Filaialleiter und Angestellte im Handel zuständig, das Unternehmen selbst treffe keine Haftung. Im Fall einer Klage würden daher nur die Arbeitnehmer, nicht aber das eigentlich verantwortliche Handelsunternehmen geradestehen müssen.

Vorwürfe, die Untersuchung der Haltbarkeitsdaten bei Wurstwaren
sei wegen fehlender Gegenprobe unseriös, wies Glatz zurück: Die Untersuchungen der AK würden selbstverständlich seriös, in den Labors der Amtlichen Wiener Lebensmitteluntersuchungsanstalt und entsprechend den international üblichen Kriterien der Marktforschung durchgeführt. Glatz: "Auch die Konsumenten bekommen vom Unternehmen keine Chance auf eine Gegenprobe, wenn die eingekaufte Wurst schon am nächsten Tag verdorben ist." Hoffnungen des Lebensmittelhandels, die Untersuchungsergebnisse würden durch Wiederholungen besser, bezeichnete Glatz "leider als Illusion".
Die Lebensmitteltests der AK hätten bereits in der Vergangenheit gezeigt, daß die Haltbarkeitsdaten zu großzügig angewendet werden und der Konsument darauf besser nicht vertrauen solle.

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