Unterrichtsministerium: Berufsorientierung heuer erstmals verpflichtend

Wien (OTS) Von einer Beliebigkeit bei der Einführung der Berufsorientierung kann nicht die Rede sein. Der Gegenstand Berufsorientierung ist ab dem neuen Schuljahr verpflichtend und
wird in den 3. und 4. Schulstufen der Hauptschule und AHS
umgesetzt. Dies stellt das Unterrichtsministerium zu den heutigen Aussagen der liberalen Bildungssprecherin Maria Schaffenrath fest. ****

"Entgegen der Meinung von Frau Schaffenrath ist die beste Vorgangsweise die integrative Vermittlung von Berufsorientierung
in allen Unterrichtsfächern. Es geht nicht um eine zusätzliche Stundenbelastung für Schüler oder um das Anhäufen übergroßer Belastungen, sondern um die bestmögliche Vorbereitung auf Berufs-und Bildungsentscheidungen im gesamten Unterricht", so Elmar Wiesmann vom Büro der Bundesministerin.

Der neu verordnete Lehrplan sieht eine Reihe von Möglichkeiten in der Autonomie der Schule vor, darunter auch die Einführung eigener Berufsorientierungsstunden, wenn dies von einer Schule als das bessere Modell betrachtet wird. Das Unterrichtsministerium hat mit umfangreichen Informationen und einer Fülle von Weiterbildungsangeboten für die Startphase vorgesorgt und wird diese Bemühungen in den nächsten Jahren fortsetzen. Der Lehrplan wird von Experten als europaweiter Vorzeigelehrplan betrachtet.

Wiesmann: "Die Behauptung der liberalen Bildungssprecherin, es stünden keinerlei ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung, ist ein Schlag ins Gesicht aller ausgebildeten Hauptschul- und AHS-Lehrerinnen und -Lehrer, die in Kursen und Selbststudium viel Zeit und Mühe in die Vorbereitung auf dieses neue Fach gesteckt haben." Es stelle sich die Frage, wem mit einer ständigen Negativbeurteilung von engagierten und hoch qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern durch politische Verantwortungsträger wirklich gedient sei. Durch die Demotivation engagierter Mitarbeiter im Schulwesen würden einzelne Politiker immensen Schaden anrichten, der nur schwer zu beheben sei.

Österreichs Lehrerinnen und Lehrer seien dafür bekannt, dass sie ihr Handwerk beherrschen und auch in der Lage sind, die neuen Zielsetzungen der Bildungspolitik im Unterricht sinnvoll
umzusetzen. Viele von ihnen seien bereit, auch weit über die Lehrerausbildung hinaus Berufserfahrung zu sammeln und ihre Erfahrungen zum Vorteil der Schüler einzusetzen, so Wiesmann weiter.

Bundesministerin Elisabeth Gehrer ist bereits tätig geworden,
um die Möglichkeit breiter Berufserfahrung auszuweiten: Die Anrechnung anderer Berufstätigkeiten als Vordienstzeit sei bereits mit dem zuständigen Staatssekretär Ruttenstorfer verhandelt worden. Qualifizierte Tätigkeiten würden als Pluspunkt bei einer Anstellung im Schulbereich gewertet.
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