Fleischwirtschaft anerkennt Bemühungen um Schadensausgleich

Stummvoll fordert effiziente Durchführung der zugesagten Unterstützungsmaßnahmen

Wien (PWK) - "Das Ergebnis des Rindergipfels im Kanzleramt
Mittwoch abends hat im Großen und Ganzen wesentliche Forderungen der Fleischwirtschaft und der Bauern erfüllt. Entscheidend wird aber sein, wie effektiv die Imagekampagne für Rindfleisch und Wurstwaren und die Erhebung des tatsächlichen Schadens samt Unterstützungsmaßnahmen umgesetzt werden." Günter Stummvoll, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, begrüßt vor allem die von der Regierung mit einem Sonderbudget von 60 Mio Schilling finanzierte Imagekampagne für Rindfleisch und Fleischerzeugnisse, die schon demnächst im In- und Ausland anlaufen soll. ****

Wesentlich ist für die gewerbliche Fleischwirtschaft auch, daß eine Arbeitsgruppe das Ausmaß des tatsächlichen finanziellen Schadens evaluieren und eine Klage gegen die italienischen Behörden vorbereiten wird. Dabei ist zu prüfen, ob diese Klage stellvertretend durch die Bundesregierung Österreichs oder durch Interessenvertretungen eingebracht werden kann. Stummvoll: "Seit Anfang August haben uns Mitgliedsbetriebe Umsatzrückgänge, Stornierungen und Auftragsverluste in einem Ausmaß von 159 Mio Schilling gemeldet. Wie hoch der endgültige Schaden ist, wird unter anderem davon abhängen, wie die Imagekampagne greift und ob verlorene Marktanteile im In- und Ausland zurückgewonnen werden können".

Die Bundesregierung wird zur Hilfe für die Land- und Fleischwirtschaft auch durchgängig nachvollziehbare Herkunftsbezeichnungen für Rindfleisch finanziell unterstützen. Stummvoll dazu: "Bundeskanzler Klima und Konsumentenministerin Prammer haben in der Sitzung mehrfach versprochen, daß sie die Einführungskosten für ein solches System übernehmen werden".

Die Klagsandrohungen gegen Italien oder italienische Behörden wertet der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich vor allem als Signal dafür, daß weder die Republik noch die Interessenvertreter es ungestraft hinnehmen wollen, wenn mit falschen Verdächtigungen ein wirtschaftlicher Schaden in wichtigen heimischen Branchen erzeugt wird. Reicht diese Vorgangsweise nicht zum Schadensausgleich aus, dann bekennt sich die Regierung zu weiteren unterstützenden Maßnahmen.
(Schluß) RH

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