"Fanggruben" für das Regenwasser

Kampf der Trockenheit im Raum Hollabrunn

St.Pölten (NLK) - Ein Pilotprojekt, das aber auf alte Methoden zurückgeht, wird von der Arbeitsgemeinschaft zur Landentwicklung im Raum Hollabrunn durchgeführt, um der zunehmenden Trockenheit entgegenzuwirken: Mit "Fanggruben" wird das bisher abfließende Regenwasser zurückgehalten, um an Ort und Stelle langsam zu versickern und zu verdunsten. So entstehen Kleinstbiotope, die zudem eine Bereicherung des Landschaftsbildes darstellen und für die Tierwelt willkommene Feuchtstellen schaffen. Bei den Niederschlägen der letzten Tage haben die Fanggruben ihre Bewährungsprobe bereits zur vollsten Zufriedenheit bestanden.

Früher wurden sogenannte Fanggruben zum Wasserrückhalt vor allem in den Weingärten händisch gegraben. Das abfließende Niederschlagswasser und die mitgeschwemmte Erde wurden darin aufgehalten. In Puch, Gemeinde Hollabrunn, begann man jetzt wieder mit der Anlage von Fanggruben. Die Gruben werden maschinell ausgehoben und geräumt. Möglichst viele Becken bremsen den Wasserabfluß und leisten so einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Wasserhaushaltes.

Die Landentwicklung Hollabrunn beschäftigt sich seit zwei Jahren mit der Bekämpfung der Trockenheit und mit der Hand in Hand gehenden Winderosion. Über 30 Kilometer Baum- und Strauchhecken wurden bereits angelegt. Diese bremsen den Wind und schützen damit vor Austrocknung und Verwehung der Erde. Das Projekt wird vom NÖ Landschaftsfonds und der EU gefördert und von der NÖ Agrarbezirksbehörde Hollabrunn betreut.

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