PR-Fachleute beunruhigt: Kommt die einheitliche Werbesteuer?

Praktisch jede Art von Kommunikationsarbeit soll besteuert werden

PWK - Wenn der Fiskus laut über eine Umverteilung von Steuerbelastungen nachzudenken beginnt, ist Vorsicht geboten. Die kürzlich durch die Presselandschaft gegeisterte Meldung, PR-Fachleute seien jene in der Kommunikationswirtschaft, die (derzeit) nicht von der Werbesteuer betroffen sind, stimmt zwar grundsätzlich, gibt jedoch keinen Anlaß für Entwarnung, heißt es in einer Aussendung des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Das vom Finanzministerium in Umlauf gebrachte 'Nonpaper' zur geplanten Einführung einer bundesweit einheitlichen Werbesteuer als Ersatz für die derzeit geltenden Anzeigen- und Ankündigungsabgabegesetze sieht nämlich für praktisch jede denkbare Art von Kommunikationsarbeit deren mehr oder minder hohe Besteuerung vor.

Die vom Präsidenten des Public Relations Verbandes Austria, Milan Frühbauer, am Rande einer Präsentation der Branchenentwicklung in der Direktwerbung getätigte Aussage, "man müsse den Anfängen wehren, denn womöglich kommt noch jemand auf die Idee, PR-Arbeit mit Werbesteuern zu belegen", ist bedauerlicherweise seit mehr als einem Jahr überholt. Die mit dieser Angelegenheit befaßte Arbeitsgruppe der im Finanzministerium eingerichteten Steuerkommission hat natürlich von Anfang an daran gedacht, sämtliche Aktivitäten von Unternehmen, die eine kommunikative Kompenente haben, mit einer solchen Steuer zu erfassen. Dies gilt für Kunden von PR-Beratern, die beispielsweise einen Event veranstalten wollen ebenso, wie für Firmen- und Produktpräsentationen im Internet.

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Mag. Herbert Bachmaier
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FV Werbung und Marktkommunikation

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