Gewerbeverein: Warum die Technologieoffensive ein Flop werden mußte

Wien (OTS) - Gerade erst gestern erklärte WIFI-Kurator Leischko vollkommen richtig, daß nur die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Arbeitsplätze schaffen. Die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für eben jene KMU steht im Mittelpunkt der ÖVP-Herbstarbeit.

Wenige Tage davor erklärte in Alpbach Wissenschaftsminister Einem, daß die Technologieoffensive der Bundesregierung gescheitert ist; das Konzept der Herren Hochleitner und Schmidt war nicht geeignet. Ohne irgendwelches Bedauern oder Ansätze, möglichst rasch ein geeignetes Alternativkonzept erarbeiten zu lassen, ging der Wissenschaftsminister zur Tagesordnung über.

Das Technologiekonzept ist deswegen gescheitert, weil in Österreich weit mehr als neunzig Prozent der Betriebe KMU sind. Die Autoren des Technologiepapiers waren jedoch ein Vertreter eines Multis, der Österreich nicht dazu braucht, um seine Forschung zu planen, durchzuführen und zu finanzieren. Der zweite Autor ist Grundlagenforscher, der mit KMU so gut wie keine Berührungspunkte hat.

Herausgekommen ist ein Papier - verfaßt von den beiden Herren, das auf etwa fünfzig Seiten Umfang auf die Probleme der mittelständischen Wirtschaft Österreichs explizit auf lediglich einer halben Seite eingeht.

Der Österreichische Gewerbeverein fordert daher sowohl vom Initiator der Technologieoffensive, Bundeskanzler Klima, wie vom ressortzuständigen Minister Einem unverzüglich ein Technologiekonzept für Österreich vorzustellen und zur Beschlußreife zu bringen, das den technologischen Bedürfnissen der real existierenden österreichischen Wirtschaft Rechnung trägt.

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