Naturschutz kontra WWF in Sachen NATURA 2000

Alle 19 NATURA 2000-Gebiete bleiben aufrecht

St. Pölten, (SPI) - Der WWF hat in seiner heutigen Pressekonferenz den Niederösterreichischen Landesnaturschutz bezichtigt, Rücknominierungen bei den NATURA 2000 Gebieten vorzunehmen. "Tatsache ist, daß Niederösterreich niemals vorgehabt hat und auch nicht vorhat, Rücknominierungen vorzunehmen", stellt der für den Naturschutz verantwortliche Landesrat Dr. Hannes Bauer fest. Alle 19 auf ganz Niederösterreich verteilten NATURA 2000-Standorte bleiben aufrecht.****

Es wurde lediglich versucht, die Außenabgrenzung der genannten NATURA 2000 Gebiete zu präzisieren, d. h. es wurde versucht, nicht schutzrelevante Areale - wie Siedlungs- und Industriegebiete -auszuklammern. Gleichzeitig wurde versucht, Intensivagrarland und forstliche Monokulturen ebenfalls zu eliminieren. Es handelt sich also um eine bloße Abänderung der äußeren Randlinie der Abgrenzung und um keine gänzliche Auflassung eines Standortes. Durch diese Modifizierung der Abgrenzung wird sich das Flächenausmaß aller 19 NATURA 2000-Standorte um etwas mehr als 10% verringern.

"Wenn man bedenkt, daß unser Nachbarbundesland Oberösterreich bloß 3% der Landesfläche gemeldet hat, so steht Niederösterreich mit dem nahezu 7-fachen Flächenausmaß gut da. Im Zuge der landesweiten wissenschaftlichen Untersuchungen werden weitere Modifizierungen notwendig sein. Je besser der wissenschaftliche Informationsstand über die räumliche Verteilung der EU-relevanten Arten und deren Lebensräume ist, desto genauer und parzellenschärfer kann die Abgrenzung vorgenommen werden", stellt Landesrat Bauer abschließend fest.
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