Liberale kritisieren hohe Eigenbeschränkungen für landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaften.

NÖ Bauern im Wettbewerbsnachteil mit anderen EU-Staaten und mit anderen Bundesländern

St. Pölten (OTS) - Die Anerkennung von landwirtschaftlichen Erzeugergemeinschaften laut Verordnung (EWG) 220/91 überlässt den einzelnen Nationalstaaten die Festlegung von Untergrenzen, so der liberale NÖ-Landwirtschaftssprecher Ing. Rudolf Reisenberger. Bei Schweinevermarktern liegt die Untergrenze in den meisten EU-Staaten bei etwa 5000 bis 25000 gehandelten Schweinen pro Jahr. Dies macht die Anerkennung für neue Erzeugergemeinschaften relativ einfach und ermöglicht den Zugang zu EU-Förderungsgelder für die Landwirte, weiß Reisenberger. In Österreich müssen mindestens 20% aller Schweine des Bundeslandes gehandelt werden, dies entspricht in Niederösterreich einem Volumen von etwa 150.000 (!) Schweinen und macht es einer neuen Gemeinschaft unmöglich auf dem Markt Fuß zu fassen, kritisiert der liberale Agrarexperte.

Die anderen EU-Staaten und Bundesländer mit weniger Schweineumsatz sind dadurch eindeutig bevorzugt, daher fordert Reisenberger eine sofortige Anpassung der Anerkennungskriterien und damit die Förderungsberechtigung für unternehmerische Landwirte.

Die alteingesessenen ErzG, die allesamt im Einfluß der Landwirtschaftskammer stehen, teilen sich den Förderungskuchen und verhindern Vielfalt und Markt, sowie eine echte Mitsprachemöglichkeit der Mitglieder.

"Ich kann mich noch gut erinnern, wie vor dem EU-Beitritt von ÖVP-Bauernbund und Landwirtschaftskammer mit Förderungen für kleine Erzeugergemeinschaften geworben wurde", so Reisenberger. "Das Liberale Forum NÖ fordert daher die Harmonisierung der Anerkennungskriterien sowohl National wie auch auf Ebene der Europäischen Union", schließt Reisenberger.

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