Integrationsfonds: Kritik der Wiener Liberalen an Seitners Äußerungen

Smoliner: "Personal- und inhaltliche Diskussion sind untrennbar!"

Wien (OTS) "Die Kritik am designierten Geschäftsführer des Wiener Integrationsfonds (WIF), Johannes Seitner, und die Diskussion über Inhalte sind untrennbar," sagte heute Marco Smoliner, Integrationssprecher der Wiener Liberalen. "Mit jeder öffentlichen Äußerung beschädigt der noch-nicht-Geschäftsführer den Fonds mehr", so Smoliner.

Die Kritikpunkte lauten im einzelnen, wie folgt:
* Seitner hat sich beschwert, als 'Parteisoldat' bezeichnet zu werden. Smoliner: "Im selben Interview macht er so unverholen SPÖ-Werbung, daß ihn sogar der SPÖ-Chef Häupl zurückpfeift. Die Aussage, die SPÖ würde sich für ein AuländerInnenwahlrecht einsetzen ist im übrigen falsch."
* Seitner hat festgestellt, daß 'im Gemeindebau ohnehin schon Ausländer leben, nämlich eingebürgerte...' Smoliner: "Er übernimmt damit ungeschminkt und öffentlich die Diktion der FPÖ, die unter dem Titel 'Ausländer im Gemeindebau' die ZuwanderInnenhaushalte im Breitner-Hof in Penzing gezählt und an den Pranger gestellt hat."
* Seitner spricht sich gegen den Zugang von MigrantInnen zu Gemeindewohnungen aus, weil er 'den sozialen Frieden erhalten will'. Smoliner: "Seitner ist der erste und einzige Sozialarbeiter, der den sozialen Frieden erhalten will, indem er massive soziale Ungerechtigkeiten bewußt fortsetzt."

Er halte diese Äußerungen für untragbar, sagte Smoliner. "Wie soll der Fonds mit seriöser, wissenschaftlicher Grundlagenarbeit, mit Expertenwissen und wertvoller Gemeinwesenarbeit ernst genommen werden, wenn sich sein Geschäftsführer derartig unqualifiziert öffentlich äußert", so der liberale Integrationssprecher. Seitner vernichte den Ruf des WIF, noch bevor er sein Büro beziehe.

Aus diesem Grunde sei es für die Liberalen undenkbar, sich mit dem Brauner-Freund Seitner im Fonds auch nur abzufinden. Offenbar wolle die SPÖ den Konflikt 'aussitzen' und sich mit ein paar Reförmchen davonschwindeln. "Wir werden nicht zusehen, wie die SPÖ-Margarethen den Integrationsfonds schon verdaut, bevor sie ihn gefressen hat. Wir apellieren an Seitners Anstand, sein Amt - insbesondere nach diesen Aussagen -nicht anzutreten", sagte Smoliner abschließend.

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