Einvernehmliche Scheidung soll rückgängig gemacht werden können

Wien (OTS) - Zum besseren Schutz geschiedener Frauen soll auch bei einvernehmlicher Scheidung der Vergleich unter gewissen Bedingungen wieder aufgerollt werden können, forderte heute der Präsident des Familienbundes, LAbg. Mag. Otto Gumpinger, anläßlich der Begutachtung des Ehe- und Scheidungsrechts-Änderungsgesetzes. Besonders Frauen stehen in der "akuten" Scheidungssituation unter Stress und stimmen unter Umständen Vereinbarungen zu, die ihnen Nachteile bringen.

In der Unterhaltsfrage soll weiterhin die Frage des Verschuldens grundsätzlich ausschlaggebend sein. In Härtefällen könne davon eine Ausnahme gemacht werden. Der Richter sollte in diesen Fällen aber prüfen, ob der schuldige Teil eine Chance auf dem Arbeitsmarkt habe, ob er eigenes Vermögen habe und dann lediglich den sogenannten "notdürftigen Unterhalt" zusprechen.

Die Mediation solle auf alle Fälle ausgebaut und gesetzlich verankert werden. Wie die Experten der acht Familienberatungsstellen des Familienbundes betonten, müsse es bei der gesamten Scheidungsdiskussion vorrangig immer um das Kindeswohl gehen. ******

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Alice Pitzinger-Ryba,

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