Mikl-Leitner: Schimanek als Regierungsmitglied untragbar

Unwürdiges Schauspiel des FP-NÖ-Obmannes

Niederösterreich, 25.8.1998(NÖI) Heftige Kritik übte heute VP-Landesgeschäftsführerin Mag. Johanna Mikl-Leitner an den jüngsten Aussagen des FP-NÖ-Obmannes Schimanek. "Ein unwürdiges Schauspiel des FP-NÖ-Obmannes. Aus politischer Verzweiflung
gibt es nur Drohungen, verbale Ausritte und Untergriffe."****

Schimanek hatte bekanntlich in einem Interview mit der Zeitschrift "Wiener" seinem alten Parteifreund Gratzer wörtlich folgendes empfohlen: "Ein Offizier! Die haben doch eine
Berufsehre. Früher hat sich ein Offizier erschossen, wenn er so etwas gemacht hat(Zitatende)." Mit derartigen Aussagen stelle
sich Schimanek noch weiter ins Abseits. "Ein erschreckendes
Beispiel für die FP-interne Skandalbewältigung und für die bei der FP praktizierten Umgangsformen und Methoden der Einschüchterung", so Mikl-Leitner.

Die VP-Landesgeschäftsführerin hält den F-Landesrat für
nicht regierungsfähig und daher untragbar. "Mit seinen
Drohungen gegenüber dem Landeshautpmann, Regierungsmitgliedern, Beamten, Funktionären und auch Medienvertretern versucht er offensichtlich vom FP-Skandal abzulenken. Damit schadet er dem Ansehen des Landes", so die VP-Landesgeschäftsführerin. Erst
vor wenigen Tagen ist Schimanek bekanntlich mit dem Versuch, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll durch eine Klage "mundtot zu machen", abgeblitzt.

Die FP-Skandalbewältigung nimmt immer unglaublichere Züge
an. So wurde dem niederösterreichischen FP-Abgeordneten
Prinzhorn, der der FP-NÖ eine Millionenspritze versprach, nach einer Haider-Kritik ein "Entspannungsurlaub" verordnet. "Die
Nerven in der FPÖ liegen blank. Streitereien und Untergriffe
sind zuwenig", erwartet sich Mikl-Leitner endlich positive Anregungen und Ideen für die Arbeit für das Land.

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