Auch Lederindustrie von Prammer-Fehlern massiv betroffen

Reduktion der Schlachtungen hat Menge der verfügbaren Rinder- häute-erheblich-verringert-Preissitutation kraß verschärft

Wien (PWK) - "Neben den Rinderbauern und der Fleischwirtschaft ist auch die heimische ledererzeugende Industrie massiv von der voreilig getroffenen Aussage der Konsumentenministerin Prammer über das angeblich hormonell belastete Rindfleisch aus Österreich betroffen", heißt es in einer Aussendung des Fachverbandes der ledererzeugenden Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Die Mitgliedsfirmen des Fachverbandes weisen auf ernstliche Probleme hin, die für die Branche aufgrund des Fehlverhaltens von Frau Minister Prammer entstanden sind. Deren Warnhinweise an die Konsumenten, eine gewisse Zurückhaltung beim Kauf von Rindfleischprodukten an den Tag zu legen, bewirkte bekanntlich einen Rückgang des Rindfleischkonsums. Die geringere Nachfrage nach Rindfleisch äußerte sich auch in einer Reduktion der Schlachtungen in den inländischen Schlachtbetrieben, wodurch sich - als direkte Konsequenz - auch die Menge der verfügbaren Rinderhäute, die als Rohmaterial für die ledererzeugende Industrie unentbehrlich sind, in einem erheblichen Ausmaß verringert hat.

Die Rohhaut heimischer Rinder ist dank ihrer optimalen Qualität Ausgangsmaterial für hochwertiges Leder, das vorwiegend für die High-Tech-Bereiche Autositzleder und Möbelleder produziert wird. Mit einer Exportquote von über 90 Prozent spielen diese eine wesentliche Rolle im internationalen Handel.

Während der europäische Ledermarkt mit Billigimporten aus Übersee überschwemmt wird, ist die ledererzeugende Branche seit längerer Zeit mit steigenden Rohhautpreisen konfrontiert. Aufgrund der angespannten Wettbewerbssituation kann dies kaum durch steigende Lederverkaufspreise kompensiert werden. Dieser Umstand wirkt sich neben den hohen österreichischen Lohn- und Umweltkosten sehr belastend auf die Ertragssituation der heimischen Unternehmen aus. Durch die Verknappung des inländischen Rohhautanfalles wurde diese ohnehin prekäre Situation auf dem europäischen Rohhautmarkt dramatisch verschärft.

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Mag. Peter Kovacs
Tel: 50105/3453

FV der ledererzeugenden Industrie

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