Junge Wirtschaft fordert Entlastungen für Betriebsnachfolger

Umdasch: "Tausende österreichische Arbeitsplätze sind mangels Betriebsnachfolger gefährdet"

Wien (PWK) - Eine steuerliche Entlastung für Betriebsnachfolger forderte Stefan Umdasch, neugewählter Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft, bei einer Pressekonferenz in Wien. Österreich wird in nächster Zeit eine Welle von Unternehmerpensionierungen erleben. Für Tausende von Betrieben müssen neue Betriebsnachfolger gefunden werden, die diese Firmen übernehmen und damit Arbeitsplätze sichern. ****

"Unsere Strategie zur Lösung dieses Problems ist eine doppelte:
Einerseits wollen wir mit unserer JW-Nachfolgebörse im Internet potentielle Nachfolger mit übergabebereiten Unternehmern zusammenbringen, andererseits müssen die steuerlichen Rahmenbedingungen einer Betriebsübergabe massiv verändert werden. Bei einem Erbschaftssteuer-Anteil von bis zu 60 Prozent ist es keinem Jungunternehmer zu verdenken, daß er nicht einen Betrieb übernimmt", so Umdasch.

Die Abschaffung bzw. deutliche Reduktion von Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer bei Betriebsübergaben soll für Jungunternehmer die Finanzierung einer Betriebsübernahme erleichtern. "Wenn hier nicht rasch die entsprechenden Maßnahmen gesetzt und Betriebsübernahmen auf diese Weise unterstützt werden, sind bald zigtausende österreichische Arbeitsplätze mangels Betriebsnachfolger gefährdet", warnt der neue JW-Bundesvorsitzende. Wie gravierend die Nachfolgeproblematik ist, zeigt auch die internationale Entwicklung: 10 Prozent der Konkursanträge in der EU gehen heute auf Nachfolgeprobleme zurück, wovon jährlich min-destens 30.000 Unternehmen und 300.000 Arbeitsplätze betroffen sind. In Deutschland müssen in den nächsten Jahren 40 Prozent der Handwerksbetriebe wegen des Fehlens eines Nachfolgers schließen.

Im Zusammenhang mit Statistiken über Jungunternehmer verlangte Umdasch, daß Neugründungen in Österreich endlich einmal gezählt werden. Das ist nämlich allen Ankündigungen zum Trotz noch immer nicht der Fall. Nur dann könne man aber auch beurteilen, ob die ohnehin raren Maßnahmen der Regierung überhaupt greifen oder nicht.

Eine durchaus positive Zwischenbilanz über die Gründeroffensive der Jungen Wirtschaft zog JW-Bundesgeschäftsführer Alfons H. Helmel. " Unter dem Motto 'Vorrang für Jungunternehmer' haben wir vor 2 Jahren klar formuliert, welche Maßnahmen im Image-, Bürokratie- und Finanzierungsbereich gesetzt werden müssen, um Betriebsgründungen in Österreich zu erleichtern und mehr junge Menschen zum Weg in die Selbständigkeit zu motivieren. In diesen zwei Jahren ist es uns gelungen, durch intensives Lobbying und zahlreiche Initiativen maßgebliche Verbesserungen durchzusetzen bzw. in die Wege zu leiten," resümierte Helmel.

Nach wie vor ausständig sei jedoch die von der Bundesregierung versprochene bundesweite Imagekampagne für Jungunternehmer. "Wir wollen, daß junge Menschen in diesem Land flächendeckend mit der Berufsalternative Selbständigkeit konfrontiert werden. Es darf nicht länger so sein, daß das einzige Berufsbild, mit dem Schüler und Studenten wirklich vertraut sind, das des beamteten Lehrers ist", so Helmel.

Als wichtige Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität der Selbständigkeit sieht die Junge Wirtschaft auch die radikale

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