Koczur: Initiative der Sozialdemokraten zur Vereinheitlichung der Tarifstrukturen der Verkehrsverbünde und der ÖBB

Preisunterschiede von mehr als 40 Prozent; unterschiedliche Gültigkeitsdauer, Kombination von Fahrkarten, mangelhafte Durchtarifierung

St. Pölten, (SPI) – "Die Tarifstrukturen der öffentlichen Verkehrsanbieter in Niederösterreich und in der Ostregion zeigen derzeit ein wenig service- bzw. kundenorientiertes, vor allem aber ein sehr verwirrendes Bild. In der Ostregion (Bundesländer Wien, NÖ, Bgld.) sind derzeit drei Tarifebenen existent – jene der ÖBB, jene des Verkehrsverbundes Ostregion (VOR) und jene des Verkehrsverbundes Niederösterreich-Burgenland (VVNB). So kann man bei den Fahrpreisen der ÖBB zu den VOR-Fahrkarten bei ein und derselben Strecke Preisunterschiede von mehr als 40 Prozent (!) feststellen, die Preisgestaltung ist damit nicht immer zum Vorteil des Kunden", kritisiert der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Anton Koczur.****

Während die ÖBB einen degressiven Kilometertarif mit Kilometerstaffelung (je weiter, desto billiger) verwendet, hat der VOR einen Flächenzonentarif mit 17,- Schilling Grundpreis pro Zone, welcher kreisförmig von der Kernzone in die Außenbezirke der Bundeshauptstadt – mit Stichzonen nach Niederösterreich (Westbahn bis St. Pölten, Franz-Josefs Bahn bis Sigmundsherberg, Südbahn bis Wr. Neustadt und RoeEE bis Sopron) – reicht. Die Tarifebene des VVNB wieder überlagert in weiten Bereich den VOR. Der VVNB wählte ein Tarifgruppensystem, d.h. mehrere Haltestellen werden zu einer Tarifgruppe zusammengefaßt und damit erfolgt die Tarifierung von Tarifgruppe zu Tarifgruppe.

"Handlungsbedarf besteht nicht allein aufgrund des Umstandes, daß eine ÖBB Fahrkarte von Lunz am See nach Ybbsitz 100,- Schilling, eine VVNB-Fahrkarte auf der gleichen Strecke aber nur 66 Schilling kostet (Göstling/Ybbs – St. Georgen/Reith; ÖBB S 19,- ; VVNB S 25,-) und damit die Kunden oftmals unterschiedlich "zur Kasse gebeten werden", sondern auch aufgrund der unterschiedlichen Gültigkeit von Zeitkarten. Eine Wochenkarte der ÖBB läuft beispielsweise von "Dienstag bis Dienstag", jene im VOR hat als Gültigkeit eine Kalenderwoche. So mancher Pendler ist dabei schon unbewußt mit einer abgelaufenen und einer gültigen Fahrkarte unterwegs gewesen", so Koczur.

"Die NÖ Sozialdemokraten werden sich nun dieser Problematik verstärkt annehmen. In einem Antrag soll die NÖ Landesregierung aufgefordert werden, mit den Verbünden und der ÖBB eine Vereinheitlichung und Vereinfachung zu erreichen um damit – vielleicht als Vision – in der Ostregion für die Zukunft nur mehr die Ausgabe eines Fahrscheines zu erreichen. Ein Verkehrsverbund Ostregion mit einem einzigen, überschaubaren Tarifangebot erscheint überhaupt das Sinnvollste zu sein – sowohl für die Kunden, als auch für die Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen", kündigt der SP-Klubobmann eine entsprechende Initiative an. "Während sich andere Gedanken über "Personalien" machen, setzen die NÖ Sozialdemokraten auf eine zukunftsgerichtete Arbeit für die niederösterreichischen Bürgerinnen und Bürger", so Koczur abschließend.
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