Ergebnisse einer sechsmonatigen Untersuchung von EPISTENT bei europäischer Konferenz vorgestellt

Wien (ots-PRNewswire) - Thrombozyten-Antikörper bieten stark verbesserte langfristige Ergebnisse von Herz-Stentimplantaten.

Angina-Patienten, die mit einem Stentimplantat und dem Thrombozyten-Antikörper abciximab behandelt wurden, sind auch sechs Monate nach dem Eingriff in einer bedeutend besseren Verfassung als Patienten, die nur mit einem Stentimplantat behandelt wurden. Die Daten der sechsmonatigen EPISTEN-Studie, an der 2400 Patienten teilgenommen haben, wurden heute zum ersten Mal bei der internationalen Konferenz der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Wien präsentiert. (Die Präsentation wird um 12.30 Uhr Ortszeit im Kongresscentrum stattfinden.)

Dieser Präsentation ging eine Veröffentlichung in dem Wissenschaftsmagazin Lancet vom 11. Juli 1998 voraus, in der die Vorteile von Stentimplantaten plus der Gabe von abciximab (ProReo) in den ersten dreißig Tagen nach dem Eingriff detailliert aufgeführt sind. Die Untersuchung umfaßte 66 Zentren in den Vereinigten Staaten und Kanada. Angina-Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip mit einem Stentimplantat und abciximab, einem Stentimplantat und Placebos oder Angioplastie mit Ballonkathetern und abciximab behandelt. Kurz vor dem Eingriff wurde die Behandlung intravenös über einen Zeitraum von 12 Stunden durchgeführt.

Nach sechs Monaten blieb, im Vergleich zur Behandlung mit Stentimplantat und Placebos, bei der Behandlung mit Stentimplantat und abciximab die Zahl der Todesfälle oder Herzaninfarkte um über 50 Prozent reduziert (11,4 Prozent gegenüber 5,6 Prozent; p weniger als 0,001). Auch die Zahl der Fälle, in denen die Behandlung wiederholt werden mußte, verringerte sich um 30 Prozent (18,3 Prozent gegenüber 13 Prozent; p gleich 0,003).

Dr. med. Eric Topol, Vorsitzender der Abteilung für Kardiologie an der Cleveland Clinic und Leiter der EPISTENT-Studie, präsentierte die neuen Befunde. "Dies ist ein weitaus größerer Behandlungseffekt, als wir je erwartet hatten. Gerade für Patienten mit Koronarerkrankungen, die mit einem Stent behandelt werden, sind dies wunderbare Neuigkeiten," sagte Dr. Topol.

Besonders auffällig war, daß die Wiederholungsbehandlungen bei Diabetes-Patienten, die mehr als ein Viertel der gesamten Patienten ausmachen, um mehr als 50 Prozent verringert werden konnten. (16,6 Prozent gegenüber 8,1 Prozent)

Tatsächlich reduzierte sich der Bedarf an Wiederholungsbehandlungen insgesamt bei allen der 800 Patienten, die mit Stents und abciximab behandelt worden waren, auf 8,7 Prozent -der niedrigste Wert überhaupt und zum ersten Mal ein einstelliger Wert. Diese Zahl ist besonders eindrucksvoll angesichts der großen Anzahl von Patienten, die an dieser größten jemals für den Vergleich Stent/Ballon-Angioplastie durchgeführt Studie, teilgenommen haben.

"Da jedes Jahr mehr als 500.000 Patienten weltweit auf diese Weise behandelt werden, sind die Implikationen wirklich bemerkenswert. Stentimplantate zusammen mit einer wirksamen Anti-Thrombozyt-Behandlung muß als der neue Behandlungsstandard, mit einem neu entdeckten Vorteil gerade für Diabetes-Patienten, gelten, die besonders zu Nachverengungen neigen (und damit Wiederholungsbehandlungen bedürfen)," sagte Dr. Topol.

ots Originaltext: Cleveland Clinic Foundation
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