NÖ Konjunktur:

Mehr Aufträge, bessere Umsätze, neue Arbeitsplätze

St.Pölten (NLK) - Die konjunkturelle Situation der niederösterreichischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe hat sich im zweiten Quartal 1998 weiter verbessert. Laut einer Untersuchung des Institutes für Gewerbe- und Handwerksforschung (IfG) beurteilten Ende Juni drei von vier Betrieben die Geschäftslage mit gut bzw. saisonüblich - eine Steigerung um sieben Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig ging der Anteil jener Unternehmen, die über einen schlechten Geschäftsgang klagen, von 31 auf 24 Prozent zurück. Insgesamt zeigen sich Anzeichen einer leichten Erholung, allerdings bei niedrigem Ausgangsniveau. Speziell bei den öffentlichen Aufträgen ist der Anteil mit 19 Prozent nur um ein Prozent besser als zuletzt und damit weit unter dem langjährigen Durchschnitt. Untersucht wurden 700 niederösterreichische Betriebe mit über 12.500 Beschäftigten.

Die Auftragsbestände der investitionsübergreifenden Branchen stieg um durchschnittlich zwei Prozent von 13,3 auf 13,5 Wochen. Überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnete das Baugewerbe (+ 11 Prozent) und die Tischler (+ 7 Prozent). Rückgänge mußten hingegen vor allem die Sektoren Metall/Elektro (- 11 Prozent) sowie Druck/ Papier (- 6 Prozent) hinnehmen.

Die Umsatzentwicklung der konsumnahen Branchen liegt zwar nach wie vor im negativen Bereich, hat sich gegenüber dem Vorjahr aber ebenfalls verbessert: Der Anteil der Betriebe mit gleich hohem Umsatz stieg von 66 auf 70 Prozent, jener mit Zuwächsen von acht auf neun Prozent. Umsatzeinbußen meldeten statt 26 Prozent im Vorjahr heuer nur noch 22 Prozent. Eine leichte Erholung brachte das II. Quartal 1998 (trotz Auftragsrückgang) für die Metall/Elektro-Branche, aber auch für die Bereiche Textil/Bekleidung und persönliche Dienstleistung. Zu einer Stabilisierung auf Vorjahresniveau kam es am Sektor Nahrung/Genußmittel.

Für das III. Quartal sind die Prognosen äußerst optimistisch: 80 Prozent der befragten Betriebe rechnen bis September mit einem guten bzw. saisonüblichen Geschäftsverlauf (Vorjahr: 77 Prozent). Diese Erwartungen schlagen sich auch in der Personalpolitik nieder, 86 Prozent der Unternehmer beabsichtigen, ihren Mitarbeiterstand zu halten, zehn Prozent wollen ihn sogar um ca. 14 Prozent erhöhen. Lediglich vier Prozent befürchten, Beschäftigte abbauen zu müssen. Insgesamt bedeutet dies eine Zunahme des Personalbedarfes um 1,3 Prozent.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2180

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK