"Josefstadt"-Direktoren gegen Radel als Geschäftsführer

Wien (OTS) - Die amtierenden Direktoren des Theaters in der Josefstadt, Lohner und Jungbluth, wenden sich in der morgen erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazin NEWS gegen kolportierte Ambitionen von Noch-ORF-Geschäftsführer Peter Radel, Jungbluth als kaufmännischer Direktor nachzufolgen.

Jungbluth bestätigt in NEWS, aus gesundheitlichen Gründen ab Juni 1999 nur noch Projekte (etwa "Maria Stuart" unter Peter Stein) zu betreuen. Auch habe das Angebot, Gesamtgeschäftsführer für Steins "Faust"-Projekt zu werden.

Als seinen Nachfolger bezeichnen allerdings beide Direktoren den derzeitigen Jungbluth-Stellvertreter Alexander Götz.

Lohner in NEWS: "Mit mir hat niemand gesprochen. Ich kenne Radel kaum und kann mir nicht denken, daß jemand, der ein Milliardenbudget verwaltet hat, für einen Betrieb, wo jeder Schilling umgedreht werden muß, der Richtige ist. Ich muß mir von der Situation allerdings erst ein Bild machen." - Jungbluth räumt in NEWS ein, Radel sei allenfalls als "Direktionsmitglied für Sonderaufgaben" vorstellbar, "aber sicher mit keinem Direktorengehalt."

Kulturstadtrat Marboe will sich nicht einmischen, hält Radel aber für "qualifiziert".

Als Betreiber der Radel-Ambitionen wird Rechtsanwalt Walter Schuppich, ORF-Kurator und Aufsichtsrats-Chef der "Josefstadt Ges. m. b. H.", vermutet.

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