Österreichische Schnitzel haben Stammbaum:

NÖ Landwirtschaftskammer will Imagekampagne

St.Pölten (NLK) - Österreichisches Rindfleisch enthält keine verbotenen Substanzen. Der vermeintlich "größte Kriminalfall in der heimischen Landwirtschaft" Anfang August war heute für den Vize-Präsidenten der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Michael Hülmbauer, Grund, die österreichische Rinderwirtschaft wieder ins rechte Licht zu rücken. "In Österreich kann Garantie für die Herkunft von Rindfleisch gegeben werden. Seit 1. Jänner 1998 ist die Tierkennzeichnungsverordnung in Kraft, bei der alle Kälber von EU-Ländern in einer zentralen Datenbank erfaßt werden. Auf dieser Grundlage gilt seit 1. Juli 1998 in Österreich die Rindfleischetikettierungsverordnung, mit der der Weg des Rindfleisches genau verfolgt werden kann. Österreichische Schnitzel haben also einen ‚Stammbaum‘", betonte Hülmbauer. Um den Rindfleischabsatz wieder anzukurbeln, fordert Hülmbauer eine Imagekampagne: "Die Situation am Rindfleischmarkt ist durch die BSE-Krise noch immer angespannt." Die in der Agenda 2000 vorgesehenen Preiskürzungen würde die Grünlandbewirtschaftung zusätzlich gefährden. Es sei nicht möglich, alle Auflagen des Tierschutzes, der Haltung und der Tiertransporte zu erfüllen und gleichzeitig zu Preisen wie jene Staaten zu produzieren, die diese Auflagen nicht einhalten würden. Im Milchbereich müßte das Quotensystem unbedingt beibehalten werden. Derzeit produziert jedes Land im Rahmen seiner Quote eine festgelegte Menge Milch. Das verhindert ein Abwandern der Milchproduktion in Gunstlagen. Ganz allgemein müßten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Hülmbauer: "Die Hochpreispolitik des Fleischverkaufes in den Supermärkten drückt den Absatz. Sinnvoll wäre eine Absenkung der großen Spanne zwischen Erzeuger- und Verkaufspreis."

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK