- 18.08.1998, 12:04:24
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- OTS0102
Österreichische Schnitzel haben Stammbaum:
NÖ Landwirtschaftskammer will Imagekampagne
St.Pölten (NLK) - Österreichisches Rindfleisch enthält keine
verbotenen Substanzen. Der vermeintlich "größte Kriminalfall in der
heimischen Landwirtschaft" Anfang August war heute für den
Vize-Präsidenten der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Michael
Hülmbauer, Grund, die österreichische Rinderwirtschaft wieder ins
rechte Licht zu rücken. "In Österreich kann Garantie für die Herkunft
von Rindfleisch gegeben werden. Seit 1. Jänner 1998 ist die
Tierkennzeichnungsverordnung in Kraft, bei der alle Kälber von
EU-Ländern in einer zentralen Datenbank erfaßt werden. Auf dieser
Grundlage gilt seit 1. Juli 1998 in Österreich die
Rindfleischetikettierungsverordnung, mit der der Weg des
Rindfleisches genau verfolgt werden kann. Österreichische Schnitzel
haben also einen ‚Stammbaum‘", betonte Hülmbauer. Um den
Rindfleischabsatz wieder anzukurbeln, fordert Hülmbauer eine
Imagekampagne: "Die Situation am Rindfleischmarkt ist durch die
BSE-Krise noch immer angespannt." Die in der Agenda 2000 vorgesehenen
Preiskürzungen würde die Grünlandbewirtschaftung zusätzlich
gefährden. Es sei nicht möglich, alle Auflagen des Tierschutzes, der
Haltung und der Tiertransporte zu erfüllen und gleichzeitig zu
Preisen wie jene Staaten zu produzieren, die diese Auflagen nicht
einhalten würden. Im Milchbereich müßte das Quotensystem unbedingt
beibehalten werden. Derzeit produziert jedes Land im Rahmen seiner
Quote eine festgelegte Menge Milch. Das verhindert ein Abwandern der
Milchproduktion in Gunstlagen. Ganz allgemein müßten die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Hülmbauer: "Die
Hochpreispolitik des Fleischverkaufes in den Supermärkten drückt den
Absatz. Sinnvoll wäre eine Absenkung der großen Spanne zwischen
Erzeuger- und Verkaufspreis."
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172
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