Wohnbauförderung braucht längerfristige Finanzierung

LHStv. Prokop gegen Sparen am falschen Platz

St.Pölten (NLK) - "Ein Sparen bei der Wohnbauförderung würde vor allem die Familien und die sozial Schwachen treffen und gleichzeitig die Bauwirtschaft verunsichern", betonte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, seit April für die NÖ Wohnbauförderung zuständig. Bei allem Verständnis für die Budgetnöte des Finanzministers halte sie die vom Leiter des Institutes für Höhere Studien, Univ.Prof. Bernhard Felderer, losgetretene Diskussion um die Kürzung der Wohnbauförderungsmittel im Zusammenhang mit den im Jahr 2000 stattfindenen Finanzausgleichsverhandlungen für entbehrlich und für bedrohlich: Mit den Rücklagenbildungen werden nicht die "Geldsäcke des Landes gefüllt", sondern die langfristigen Verpflichtungen verantwortungsbewußt abgesichert, stellt Prokop fest.

Gerade das NÖ Förderungsmodell mit einer fundierten Basis(Objekt-)Förderung und einer sozial treffsicheren Subjektförderung mit starken ökologischen Komponenten hat sich in den letzten Jahren sowohl als Finanzierungsinstrument als auch als Instrument der Sozialpolitik bewährt. Und gerade dafür sind langfristig gesicherte Finanzierungen erforderlich. "Einseitige Diskussionen über Kürzungen verunsichern die Menschen, die dringend Wohnungen brauchen, und die Wirtschaft, die diese bauen soll", so Prokop.

Dennoch werde es in der Gestaltung der Wohnbauförderung keinen Stillstand geben. Das NÖ Förderungsmodell sei offen für einen "Wettbewerb der Ideen", Verbesserungsvorschläge seien immer willkommen. So kündigte Prokop an, daß in nächster Zeit neben einer effizienten Kesseltauschaktion die Schaffung von Rahmenbedingungen geplant ist, die Vorteile für Menschen und Umwelt bringen werden. Das Energiesparen und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien zählen genauso zu diesen Zielen wie die Reduktion der Umweltbelastung beim Bauen und Renovieren sowie die Marktaufbereitung für er neuerbare Energieträger und ökologische Baumaßnahmen.

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