- 18.08.1998, 11:58:46
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- OTS0097
Wohnbauförderung braucht längerfristige Finanzierung
LHStv. Prokop gegen Sparen am falschen Platz
St.Pölten (NLK) - "Ein Sparen bei der Wohnbauförderung würde vor
allem die Familien und die sozial Schwachen treffen und gleichzeitig
die Bauwirtschaft verunsichern", betonte
Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, seit April für die NÖ
Wohnbauförderung zuständig. Bei allem Verständnis für die Budgetnöte
des Finanzministers halte sie die vom Leiter des Institutes für
Höhere Studien, Univ.Prof. Bernhard Felderer, losgetretene Diskussion
um die Kürzung der Wohnbauförderungsmittel im Zusammenhang mit den im
Jahr 2000 stattfindenen Finanzausgleichsverhandlungen für entbehrlich
und für bedrohlich: Mit den Rücklagenbildungen werden nicht die
"Geldsäcke des Landes gefüllt", sondern die langfristigen
Verpflichtungen verantwortungsbewußt abgesichert, stellt Prokop fest.
Gerade das NÖ Förderungsmodell mit einer fundierten
Basis(Objekt-)Förderung und einer sozial treffsicheren
Subjektförderung mit starken ökologischen Komponenten hat sich in den
letzten Jahren sowohl als Finanzierungsinstrument als auch als
Instrument der Sozialpolitik bewährt. Und gerade dafür sind
langfristig gesicherte Finanzierungen erforderlich. "Einseitige
Diskussionen über Kürzungen verunsichern die Menschen, die dringend
Wohnungen brauchen, und die Wirtschaft, die diese bauen soll", so
Prokop.
Dennoch werde es in der Gestaltung der Wohnbauförderung keinen
Stillstand geben. Das NÖ Förderungsmodell sei offen für einen
"Wettbewerb der Ideen", Verbesserungsvorschläge seien immer
willkommen. So kündigte Prokop an, daß in nächster Zeit neben einer
effizienten Kesseltauschaktion die Schaffung von Rahmenbedingungen
geplant ist, die Vorteile für Menschen und Umwelt bringen werden. Das
Energiesparen und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien zählen
genauso zu diesen Zielen wie die Reduktion der Umweltbelastung beim
Bauen und Renovieren sowie die Marktaufbereitung für er neuerbare
Energieträger und ökologische Baumaßnahmen.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
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Tel.: 02742/200/2180
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