Rußland bleibt trotz Rubelturbulenzen überaus wichtiger Markt

Moskauer Messebeteiligungen voll ausgebucht - keine Absagen wegen Abwertung

Wien (PWK) - Keinen Grund zur Panik für die österreichischen Rußland-Exporteure sieht Gerhard Supancic von der Außenhandelsstelle Moskau wegen der de facto Abwertung des Rubel. Man müsse jetzt abwarten, wie sich die russische Währung in nächster Zeit einpendeln wird. Es sei durchaus denkbar, daß sie gegen Jahresende wieder zu ihrem ursprünglichen Wert zurückfindet. Für nicht-substituierbare Produkte (vor allem Produkte mit technologischer Überlegenheit und Nischenprodukte) bestehe keine Gefahr eines Marktverlustes, so Supancic. Auch hochwertige Artikel der Bekleidungs- und Modebranche würden Preissteigerungen verkraften können. Betroffen seien hingegen Konsumwaren, die leicht von russischen Erzeugnissen ersetzt werden können. ****

"Es wäre ein Fehler, den nach wie vor überaus wichtigen russischen Markt wegen der aktuellen Währungsentwicklung zu vernachlässigen", betont Supancic. Die Wirtschaftskammer Österreich führt auch ihr Rußlandprogramm wie geplant fort.

In den ersten beiden Monaten des nächsten Jahres stehen Gruppenausstellungen auf wichtigen Moskauer Messen auf dem Programm:
auf der "Konsumexpo" (Bekleidung, Schuhe, Kosmetika), der "Prodexpo" (Nahrungsmittel), der "Interplastika" (Kunststoffprodukte und -maschinen), und der "Wire and cable" (Draht und Kabel).

Die Beteiligungen an den Gemeinschaftsständen sind voll ausgebucht, zum Teil sogar überbucht, berichtet WIFI-Messebetreuer Franz Ernstbrunner. Absagen wegen der Rubelabwertung gab es bisher keine.

Ernstbrunner glaubt auch nicht, daß es zu Rücktritten von den Messebteiligungen kommen wird, denn "bei den Rußlandexporteuren handelt es sich zu 80 Prozent um Stammfirmen, die schon viele Schwierigkeiten in Kauf genommen haben um ihre Position auf diesem wichtigen und weiterhin ausbaufähigen Markt zu halten".

Österreichs Exporte nach Rußland (1997 rund 10 Mrd.S) bestehen hauptsächlich aus Maschinen und Fahrzeugen (Schienenfahrzeuge),

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Dr. Bruno Breinschmid

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