NÖ-AAB gegen Gewinnmaximierung der OMV auf Kosten der Arbeitnehmer

Landesobmann Spindelegger gegen Umstrukturierung in Gänserndorf

Niederösterreich, 18.8.98 (NÖI) "Gerade in Zeiten einer angespannten Arbeitsmarktlage ist es unverständlich, daß die OMV plant, 30 Arbeitsplätze von Gänserndorf nach Schwechat abzusiedeln. Eine für den Arbeitsmarkt in der Region Weinviertel überaus nachteilige Vorgangsweise, die ich nur strikt ablehnen kannö, erklärte der Landesobmann des NÖ-AAB, AbgzNR Dr. Michael Spindelegger zu Umstrukturierungsplänen der OMV.

Die Region Weinviertel hat mit den Umstrukturierungsmaßnahmen der Firma Eskimo und anderer Konzerne in der Vergangenheit eine Vielzahl von Arbeitsplätzen verloren. Mit der nunmehr geplanten Absiedlung wäre dies ein neuerlicher Aderlass. Mit dieser Maßnahme würde das derzeit schon bestehende Pendelerproblem nur verstärkt werden. Zahlreiche Mitarbeiter der OMV Gänserndorf stammen aus der Region Laa a.d. Thaya, ein Pendeln nach Schwechat würde eine Anfahrtszeit von über zwei Stunden bedeuten. Darüber hinaus haben die Erfahrungen mit der Vergabe an Fremdfirmen gezeigt, daß die Beschäftigten meistens aus einem Pool stammen und daher nicht unmittelbar aus der Region kommen.

"Die OMV will offensichtlich Milliardengewinne auf Kosten von Arbeitsplätzen. Damit wird der unselige Weg der OMV, der von Klima und Ruttensdorfer eingeschlagen wurde, weiter fortgegangen. Hier darf man beide nicht aus der Verantwortung entlassen und ich
fordere sie auf, gerade in diesem Bereich für eine vernünftige Arbeitsmarktpolitik einzutretenö, schloß der Obmann des NÖ-AAB Spindelegger.
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