7 TOTE MOTORRADFAHRER IN EINER WOCHE

Wien (OTS) - KfV kritisiert gesetzliche Regelung für das Lenken von Leichtmotorrädern mit dem B-Schein =

Mit dem anhaltend sommerlichen Wetter hat auch das
Motorradfahren wieder Hochsaison. Leider schlägt sich dieser Trend in der Unfallstatistik negativ nieder. Insgesamt sind in der Woche vom 10. bis 16. August 1998 26 Menschen, davon 7 Motorrad-Lenker, auf Österreichs Straßen ums Leben gekommen.

Die Statistik zeigt immer wieder, daß Motorradfahren an sich besonders gefährlich ist und auch erfahrene Biker nicht vor Unfällen gefeit sind. Das Unfallrisiko ist im Vergleich zum Autofahren rund 5 bis 6 mal höher. Daher ist die gesetzliche Regelung, wonach Besitzer des B-Führerscheins (nach 5 Jahren unfallfreien Fahrens) nach nur 6 Stunden Fahrtraining die Erlaubnis zum Lenken eines 125-ccm-Motorrades erhalten, besonders problematisch. Das KfV hat schon vor Inkrafttreten dieser Regelung - leider vergeblich - vor zusätzlichen Toten und Verletzten gewarnt. Ein Prüfen über das Wissen um spezielle Risiken und Vorschriften für Motorradfahrer, wie es im A-Führerscheinkurs vermittelt wird, ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Die Anforderung für das Lenken eines Motorrades sind sehr unterschiedlich zum Lenken eines Pkws und 5 Jahre Fahrpraxis mit dem Führerschein der Klasse B reichen dafür nicht aus, meinen die Experten des KfV.

Das KfV appelliert an alle Fahrer, besonders rücksichtsvoll gegenüber ungeschützten Verkehrsteilnehmern zu sein. 3 Radfahrer und 2 Fußgänger starben letzte Woche im Straßenverkehr.

4 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Das Risiko bei einem Unfall getötet zu werden, ist für ungesicherte Lenker mehr als achtmal so hoch als für angegurtete. Zur Steigerung der Sicherheit fordert das KfV eine Erhöhung der Strafsätze für Gurtmuffel.

Weitere Unfallursachen waren: nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (8), Vorrangverletzungen (3), Überholen (4), Herzversagen (2), Übermüdung (1), Unachtsamkeit bzw. Ablenkung (2), Wildunfall (1) und Fehlverhalten Fußgänger (1).

Vom 1. Jänner bis 16. August dieses Jahres gab es damit auf den österreichischen Straßennetz vorläufig 566 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 692 Menschen tödlich.

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