Rotes Kreuz/Österreich Österreich: Grippe bei 30°

Wien (ÖRK) - Es klingt eigentlich paradox: Bei Temperaturen um die 30 Grad leiden die Menschen unter Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Ohren- und Kopfschmerzen. Allerdings: "In Österreich erkranken jedes Jahr bis zu 500.000 Menschen an Sommergrippe", sagt OA Dr.Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.

Besonders betroffen seien Kinder und ältere Menschen. "Wird bei Kindern die Krankheit oft durch Speichel übertragen, ist es bei älteren Menschen meistens ein geschwächtes Immunsystem, das den Viren nicht standhält", so Feinböck. Aber auch Streß, zu große körperliche Anstrengung oder unausgewogene Ernährung könnten das Entstehen einer Sommergrippe fördern. In den meisten Fällen bleibt es bei den Erkältungssymptomen. "Kommt es aber zu eitrigen Entzündungen, z.B. im Rachenraum, tritt meistens auch Fieber auf. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden", sagt Feinböck.

Der Sommer macht es einem leicht, sich zu verkühlen. Etwa dann, wenn man vergißt, nach dem Baden die nassen Sachen zu wechseln. Oder dann, wenn Nachtschwärmer ohne Jacke zu lange im Freien sitzen. Auch wer sich kalter Zugluft aussetzt, darf sich über tropfende Nasen oder einen kratzenden Hals nicht wundern. Ein besonderes Kapitel sind Klimaanlagen. Auch wenn sie Auto, Wohnung oder Büro an heißen Tagen angenehm kühl halten, wer verschwitzt einen klimatisierten Raum betritt, kann sich leicht verkühlen.

Besonders lästig ist die Sommergrippe natürlich im Urlaub. Feinböck:
"Wer mit dem Auto unterwegs ist und versucht, durch Medikamente die Symptome zu lindern, sollte nicht auf die Nebenwirkungen vergessen." Zahlreiche Medikamente vermindern die Leistungsfähigkeit beim Autofahren.

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17.8.1998

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