WERU AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

Rudersberg (ots - Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Zweites Quartal unter Erwartung Sondereinflüsse belasten Ergebnis

Entsprechend dem schwachen Verlauf des zweiten Quartals verbuchte der Weru-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 177,4 Mio. DM (i.V.: 190,1 Mio. DM). Der Umsatzrückgang um 6,6 Prozent zeigt deutlich, daß der allgemeine Wirtschaftsaufschwung in der Baubranche noch keine Spuren hinterläßt. Dies führt zu anhaltendem Preisdruck und damit zu einer Erlösminderung - sowohl bei den Fachbetrieben wie auch im Weru-Konzern.

Das Ergebnis im Weru-Konzern war im ersten Halbjahr durch zahlreiche Sonderbelastungen und Einmalkosten gekennzeichnet.Ein wesentlicher Sondereffekt war die Abfindungszahlung an ehemalige Vorstandsmitglieder in der Größenordnung von rund 2,1 Mio. DM. Darüber hinaus sind im Vergleich zum Vorjahr gegenläufige Einflüsse festzustellen: So profitierte Weru im ersten Halbjahr 1997 durch die Nettoauflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,6 Mio. DM. Das erste Halbjahr 1998 wiederum zeigt stichtagsbedingt rund 3,4 Mio. DM höhere Aufwendungen für Marketing und Vertrieb. Dementsprechend liegt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 0,3 Mio. DM deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres (7,0 Mio. DM).

Nach 7,0 Mio. DM im ersten Halbjahr 1997 wurden im Berichtsjahr 5,5 Mio. DM investiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Fer-tigungsautomatisierung im Fensterbereich an den Produktionsstandorten Rudersberg und Triptis.

Im Rahmen natürlicher Fluktuation und sozialverträglicher Vereinbarungen verminderte sich der Personalstand im Konzern per 30.06. von 1.848 (Stand 31.12.1997) auf 1.796 um 52 Mitarbeiter.

Ausblick auf das Gesamtjahr

Die Zurückhaltung des Marktes in den Monaten von Mai bis Juli ist ein deutliches Indiz für die anhaltende Konjunkturdelle in der Bauwirtschaft. Weru rechnet auch im zweiten Halbjahr mit keiner spürbaren Belebung. Allerdings will der Fenster- und Türenhersteller der flauen Marktkonjunktur eine starke Unternehmenskonjunktur entgegensetzen.

Ein Absatzvolumen auf Vorjahresniveau bleibt das realistische Ziel, angesichts des Erlösdruckes ist ein Umsatz auf Vorjahresniveau ein noch herausfordernderes und ehrgeizigeres Ziel. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird durch Sonderbelastungen, die nur zum Teil das erste Halbjahr betreffen, deutlich unter dem Vorjahr liegen.

Für die mittelfristige Zukunft setzt Weru auf die bereits veröffentlichten Ziele. Eine deutliche Umsatzausweitung bei öberproportionaler Produktivitätsverbesserung und die Marktführerschaft sind Meßlatte für eine wertorientierte Unternehmensführung.

Der Vorstand WERU Aktiengesellschaft, Rudersberg, August 1998

Rückfragen an: Walter Had, Vorstandssprecher

Telefon:(0 71 83) 303 201

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