Gewerbe und Handwerk wuchs 1997 um 3,8 Prozent

Stärkstes Wachstum in Oberösterreich und der Steiermark Gewerbe und Handwerk investierte 1997 41 Mrd Schilling

PWK - Das österreichische Gewerbe und Handwerk erwirtschaftete 1997 einen nominellen Bruttoproduktionswert von rd. 632 Mrd Schilling. Gegenüber 1996 wuchs das Produktionsvolumen damit um ca. 23 Mrd Schilling oder 3,8 Prozent. Da die Preissteigerungen im Gewerbe und Handwerk im Durchschnitt geringer als die gesamtwirtschaftliche Inflationsrate ausfielen, konnte auch eine deutliche Zunahme der mengenmäßigen Produktion erzielt werden, meldet das Institut für Gewerbe- und Handwerksforschung (IFG). ****

Am dynamischsten entwickelten sich Oberösterreich (+ 6,3 Prozent) und die Steiermark (+ 5,8 Prozent). Niederösterreich und Kärnten erreichten mit rd. 4 Prozent etwa den Österreich-Durchschnitt. Salzburg und Tirol bilden mit 0,3 Prozent bzw. 0,4 Prozent mit Abstand die Schlußlichter. Den größten Anteil an der österreichischen Gesamtproduktion hält nach wie vor das Wiener Gewerbe und Handwerk (23 Prozent).

In einigen Bereichen der unternehmensbezogenen Dienstleistungen konnten Zuwächse von bis zu 30 Prozent erzielt werden. Bei Mechatronikern (+ 7,7 Prozent), Kunststoffverarbeitern (+ 7,0 Prozent), Schlossern (+ 6,1 Prozent), Zimmermeistern (+ 5,8 Prozent) und Dachdeckern (+ 5,7 Prozent) fiel das Produktionswachstum überdurchschnittlich aus. Einen Rückgang des Bruttoproduktionswertes von 6 Prozent mußten hingegen die Kürschner verkraften. Um jeweils über 4 Prozent rückläufig war auch das Produktionsvolumen der Textilreiniger und Fleischer. Das Baugewerbe, mit einem Anteil von fast 15 Prozent an der Produktion des Gewerbe und Handwerks die größte Branche, produzierte 1997 nominell um 2,5 Prozent mehr als 1996.

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