PENZ:"Skandal Prammer kostet mindestens 100 Millionen Schilling"

"Fordere vollen Schadenersatz für heimische Rinderbauern"

Niederösterreich, (NÖI) - Vollen Ersatz für den von Kosumentenschutzministerin Barbara Prammer angerichteten Schaden beiden österreichischen Rinderbauern und in der heimischen Fleischindustrie verlangte heute NÖ Bauernbunddirektor Johann Penz. "Die nunmehr vorliegenden Prüfergebnisse aus Österreich und Holland, die dem österreichischen Rindfleisch absolute Hormonfreiheit bestätigen, beweisen, daß der vor zwei Wochen von Prammer ausgerufene Hormonskandal um österreichisches Rindfleisch ausschließlich ein Skandal Prammer ist", sagte Penz.

Die Konsumentenschutzministerin wäre daher gut beraten, den von ihr verursachten nationalen und internationalen Schaden sofort abzugelten sowie eine Imagekampagne für heimisches Rindfleisch zu starten. Nach Angaben des NÖ Bauernbunddirektors habe die nachweislich unseriöse und leichtfertige Vorgangsweise Prammers einen materiellen Schaden von mindestens 100 Millionen Schilling verursacht. Penz: "Eine exakte Schadenssumme können wir derzeit noch gar nicht nennen. Denn schließlich sind durch das Hinauszögern der Prüfergebnisse, deren Vorlage von Prammer ursprünglich für vergangenen Sonntag versprochen war, wieder etliche Tage ungenützt vergangen. Somit wurde die Verunsicherung der Konsumenten prolongiert, was den Bauern und der Fleischindustrie täglich weitere finanzielle Verluste beschert hat".

Die Konsumentenschutzministerin habe auf der ganzen Linie versagt, sagte der Bauernbunddirektor. Damit seien die heimischen Rinderbauern nach BSE bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren unschuldig zum Handkuß gekommen. "Das Mindeste, das sich die heimischen Bauern erwarten dürfen, ist wie bei BSE Schadenersatz für die entstandenen Verluste und eine sofortige Imagekampagne für heimisches Rindfleisch", erklärte Penz.

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