In Schrems soll 22. NÖ Naturpark entstehen

LR Bauer besucht "Schremser Hochmoor"

St.Pölten (NLK) - In Schrems laufen Bemühungen, das dortige Hochmoor noch rechtzeitig vor der Verkündung des "Jahres der Naturparke" 1999 zum 22. Naturpark Niederösterreichs werden zu lassen. Aus diesem Anlaß stattete Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer diese Woche dem Schremser Hochmoor einen ausführlichen Besuch ab. In diesem Zusammenhang sagte er auch eine schnelle Entscheidung des Landes in der Frage von Entschädigungen an die Grundbesitzer für einen weitgehenden Verzicht auf die forstliche Nutzung des Moors sowie in bezug auf das Verfahren zur Erklärung des Moors als Naturpark zu.

Die wenig bekannte, stille Moorlandschaft erstreckt sich zwischen Langschwarza, Gebharts und Schrems und steht bereits seit Jahren im Zentrum der Bemühungen des Naturschutzvereins "Moor und Granit", des Botanischen Instituts der Akademie der Wissenschaften in Trebon, der Partnerstadt von Schrems, sowie von Gemeinde und Land. Mit einer eindrucksvollen Darstellung der jahrhundertelangen und nicht immer problemlosen Wechselwirkung von Mensch und Torfmoor soll Schrems eine Attraktion erhalten, die sonst nirgendwo geboten wird. Der Naturpark soll einen weiteren Eckpfeiler eines Tourismus abseits von Massenpfaden, der sich hier mit dem Hoftheater und dem Haus der Pferde bereits etabliert hat, darstellen und unter Einbeziehung der beiden traditionellen Lebensgrundlagen der Stadtgemeinde, Moor und Granit, auch die attraktiven Gasthöfe und Geschäfte noch mehr beleben.

An Vorarbeiten für den Naturpark wurde bis dato die seltene Flora und Fauna des Moors erhoben, die einige in Österreich sonst nicht vorkommende Arten aufweist. Auch ein Erlebnispädagogik- und Landschaftsplanungskonzept wurde mit Hilfe von Gemeinde-, Landes-, Bundes- und EU-Mitteln erstellt. Besonders auffällig dabei ist, daß hier Naturschutz und die Öffnung des Gebietes für Wanderer keinen Widerspruch darstellen sollen - es wird möglich sein, daß die Besucher das Hochmoor hautnah erleben können, ohne daß sensible Arten bedroht werden.

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