Dioxin-Ermittlungen größtenteils abgeschlossen: Giftspuren vorhanden, aber Hauptquelle ungeklärt

Wien (OTS) - Die Ursachen der erhöhten Dioxinbelastung, die an fünf MitarbeiterInnen des Österreichischen Textilinstitutes in der Spengergasse in Wien-Margareten entdeckt wurde, sind nicht auf die vorhandene Bausubstanz zurückzuführen. Das stellte heute Generaldirektor Wilhelm Thiel von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) fest. Eine Gefährdung der benachbarten Textilfachschule durch Schadstoffbelastung der Luft ist für die AUVA daher ausgeschlossen. ++++

Die AUVA war im Juni dieses Jahres mit dem Fall zweier ÖTI-Mitarbeiterinnen befaßt worden, bei denen von Dioxin ausgelöste Chlorakne festgestellt wurde, und die im AKH Wien in Behandlung sind. Daraufhin ließ die AUVA alle 27 MitarbeiterInnen und eine weitere, ehemalige Mitarbeiterin, auf Dioxingehalt im Blut überprüfen. Bisher sind zehn der 28 in ein Hamburger Speziallabor gesandten Proben ausgewertet worden. Von diesen zehn Blutproben waren drei mit Dioxinwerten ermittelt worden, die geringfügig über den Durschnittswerten liegen. Bei zwei weiteren - jenen der inzwischen behandelten Frauen - weisen die Werte ein Vielfaches der Belastung der Bevölkerung auf. Die Auswertung der restlichen 18 Proben ist frühestens Ende August zu erwarten. Mehr als 60 Proben sowohl von Teppich, Büroeinrichtung, Mauerwerk und noch vorrätigen Lebensmitteln wurden gezogen und von Chemikern der AUVA bzw. im Auftrag der Unfallversicherung analysiert. Nur in jenem Raum, in dem die beiden nun behandelten Mitarbeiterinnen ihren Arbeitsplatz hatten, wurden erhöhte Dioxinkonzentrationen in der Luft festgestellt. Weitere Messungen der angrenzenden Räume ergaben keine bedenklichen Luftkonzentrationen. Dies gilt auch für die an das Textilinstitut angeschlossene Schule. Die bisherigen TCDD-Messungen im Arbeitsbereich lassen also keinen eindeutigen Schluß über den Aufnahmeweg des Dioxin zu. Andere Untersuchungen außerhalb des Arbeits- und Schulbereiches können nicht von der AUVA veranlaßt werden, da die Unfallversicherungsanstalt bloß diese Bereiche untersuchen dürfe, sagte AUVA- Generaldirektor Wilhelm Thiel. Für die AUVA sei seit Meldung der Krankheitssymptome die rasche und effiziente Hilfe für die beiden an Chlorakne erkrankten Frauen -neben den nunmehr weitestgehend abgeschlossenen chemischen Untersuchungen - ein Hauptanliegen, erklärte der Generaldirektor.

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