Signalbau Huber AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Zwischenbericht über das 1. Halbjahr 1998

Umsatz

Der Umsatz der Signalbau Huber AG, München, lag im ersten Halbjahr 1998 mit 55,0 Millionen DM um 13,9 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums (48,3 Millionen DM). Dieser Anstieg ist im wesentlichen auf die Abrechnung von Großprojekten zurückzuführen.

Auftragseingang

Der Auftragseingang verringerte sich von 66,9 Millionen DM um rund 22 Prozent auf 52,1 Millionen DM. Dieser Rückgang ist von einem Basiseffekt geprägt, denn im Vorjahreszeitraum enthielt der Bestelleingang einen Auftrag über eine Verkehrsbeeinflussungsanlage auf der Bundesautobahn A 94 im Wert von rund elf Millionen DM. Die Aufträge aus dem Ausland stiegen von 2,7 Millionen DM im ersten Halbjahr 1997 um 41 Prozent auf 3,8 Millionen DM in den ersten sechs Monaten 1998.

Ertragslage

Das Ergebnis nach Steuern sank von minus 3,4 Millionen DM im ersten Halbjahr 1997 auf minus 5,8 Millionen DM in den ersten sechs Monaten 1998. Die in 1997 und 1998 eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen führten zu erheblichen Einsparungen gegenüber dem 1. Halbjahr 1997. So verringerte sich der um Restrukturierungskosten bereinigte Personalaufwand gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,9 Millionen DM oder 6,6 Prozent auf 26,5 Millionen DM. Ergebnisverbessernd wirkte auch das höhere Beteiligungsergebnis einer Tochtergesellschaft. Die aus den Kosteneinsparungen resultierenden positiven Ergebniseffekte wurden jedoch durch negative Einflüsse mehr als ausgeglichen. Für Restrukturierungsmaßnahmen wurden höhere Rückstellungen als im 1. Halbjahr 1997 gebildet. Aufwendungen für die Modernisierung der Datenverarbeitung (Rationalisierung der Abläufe sowie Vorbereitung auf Euro-Einführung und Jahrhundertwende) belasteten das Ergebnis zusätzlich. Da im Vorjahr der Verlustrücktrag vollständig genutzt wurde, entfiel im 1. Halbjahr 1998 eine entsprechende Steuergutschrift.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen in der ersten Jahreshälfte 1998 rund 2,7 (Vorjahreszeitraum: 1,5) Millionen DM. Schwerpunkte waren die Anschaffung von Prüfgeräten für den Service-Bereich sowie Entwicklungsleistungen von Fremdfirmen.

Mitarbeiter

Am 1. Juli 1998 waren einschließlich der Lehrlinge 476 Mitarbeiter beschäftigt, 50 weniger als ein Jahr zuvor.

Ausblick

Der Inlandsmarkt für straßenseitige Infrastruktur für Verkehrsleittechnik schrumpft. Öffentlichen Auftragsgebern stehen weiterhin abnehmende Budgets für Investitionen zur Verfügung. Wachstumsmöglichkeiten liegen im Bereich der Dienstleistungen und auf den Auslandsmärkten. Signalbau Huber wird auf diesen Gebieten sein Engagement verstärken.

Ausgehend von einem Auftragsbestand in Höhe von 83,4 Millionen DM erwartet Signalbau Huber in der 2. Jahreshälfte 1998 einen höheren Auftragseingang; zurückzuführen ist dies auf konkrete Chancen für inländische Projekte im Bereich der Beschleunigung des Öffentlichen Personennahverkehrs und der Verkehrsbeeinflussung auf Fernstraßen sowie auf stärkere Nachfrage aus dem Ausland. Trotz Risiken im Inlandsgeschäft zeichnet sich für das Gesamtjahr 1998 ein Umsatz in Vorjahreshöhe ab. Signalbau Huber erwartet - wie in ihrer Hauptversammlung vom 19. Mai 1998 bereits angekündigt - ein gegenüber 1997 verschlechtertes Jahresergebnis. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur werden in diesem Jahr nicht vollständig wirksam. Darüber hinaus wird das Ergebnis belastet durch Umstrukturierungsaufwand, kostenintensive Entwicklungs projekte, anhaltend hohe Vorleistungen für den Ausbau des Exportgeschäftes sowie die gegenüber dem Vorjahr entfallende Steuergutschrift durch den in 1997 vollständig genutzten Verlustrücktrag.

Ende der Mitteilung
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