Nach "6-Tage-Fest" auf Schloß Prinzendorf: FP-Landesrat Hans Jörg Schimanek übermittelt Vorwürfe gegen den Bezirkshauptmann des Bezirkes Gänserndorf der Staatsanwaltschaft.

St. Pölten (OTS) - Weil der anläßlich des "6-Tage-Festes" in Prinzendorf als behördlicher Einsatzleiter tätig gewesene Bezirkshauptmann von Gänserndorf die Anzeige von FP-Landesrat Hans Jörg Schimanek gegen den Veranstalter Hermann Nitsch "mangels Handlungsbedarf" (BH Dr. Gruber am 6. August gegenüber Radio NÖ) einfach "zu den Akten gelegt" hatte, übermittelte Schimanek nunmehr der Staatsanwaltschaft beim Landesgericht Korneuburg eine Sachverhaltsdarstellung mit dem Ersuchen um Prüfung, ob durch das Nichthandeln von Bezirkshauptmann und Sanitätsbehörde strafbare Tatbestände im Sinne des § 89 StBG oder aber des § 187 StGB, oder allenfalls im Sinne der §§ 176 ff StGB verwirklicht wurden.

Wie Schimanek in seiner Sachverhaltsdarstellung ausführt, wäre seitens der Behörde spätestens nach seiner Anzeige ein Schlachtungsverbot zu verhängen gewesen. Angesichts der hohen Temperaturen seien Fleisch, Innereien und Blut der Tiere wenige Minuten nach der Schlachtung verdorben - infolge Übertragung von Fäulnisbakterien durch Fliegen und Stechmücken sei eine Gefährdung von Gesundheit und möglicherweise auch Leben der Anwesenden klar erkennbar gewesen. Ebenso sei schon vor der Schlachtung zu erkennen gewesen, daß das Fleisch der unter den gegebenen Verhältnissen zu schlachtenden Tiere infolge des raschen Verderbens keiner normalen Verwertung zugeführt werden könne. Aus diesem Grund wäre auch ein Einschreiten des Amtsveterinärs geboten gewesen.

Da weder der Bezirkshauptmann noch der Amtsveterinär die von Schimanek geforderten Handlungen gesetzt haben, wurde von diesem die Staatsanwaltschaft jetzt eingeschaltet.

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