WdF: Feiertags-Sonderregelungen für Landes- und Bundesbedienstete abschaffen

Wien (OTS) - "Anlaßfall" 15. August: Privilegien gefährden gesamt gesellschaftlichen Zusammenhalt - Einsparungen im Öffentlichen Sektor für Budgetkonsolidierung im Auge behalten - Zeiten der "Beamtenherrlichkeit" endgültig vorbei****

Verwundert zeigt sich das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) über die unterschiedlichen Feiertagsregelungen für Landesbedienstete: "Im Sinn einer Vereinheitlichung der rechtlichen Rahmenbedingungen der Dienstverhältnisse in Österreich, müssen Sonderregelungen für Bundes- und Landesbedienstete schnellstens abgeschafft werden", erklärt die auf Freiwilligkeit beruhende Interessenvertretung österreichischer Unternehmer, Führungskräfte und Manager in einer Aussendung.

Es muß auch im Sinne der betroffenen Bundes- und Landesbediensteten sein, daß eine Angleichung ihrer Dienstverhältnisse an denen in der Privatwirtschaft erfolge, betont das WdF. Schließlich erspare man sich dadurch die "Privilegiendebatte" rund um den Status von Bundes- und Landesbediensteten. Auf dem Weg zur weiteren Modernisierung Österreichs hätten" seltsame Relikte" aus der Vergangenheit der "Beamtenherrlichkeit" auf Kosten der Steuerzahler keinen Platz. Dies sei auch im Blickrichtung weiterer Einsparungen im Öffentlichen Sektor, die bei der dringend notwendigen weiteren Sanierung des Budgets unerläßlich seien, zu sehen."Hätten die Bundes- und Landesbediensteten wirklich soviel zu tun, wie deren Personalvertreter glauben machen, dann sollten keine zusätzlichefreien Tage eingeführt, sondern diese zur Arbeit genutzt werden", meint das WdF.

Als erfreulich wertete das Wirtschaftsforum der Führungskräfte,daß nicht in jedem Bundesland großzügig mit zusätzlichen arbeitsfreien Tagen für Beamte umgegangen werde. Man könne sich durchaus an Oberösterreich, das jene Sonderregelung bereits vor zehn Jahren und Tirol, das diese 1997 abgeschafft habe, orientieren. Andere Bundesländer würden sowieso ohne diese Regelung auskommen. "Österreich kann es sich im Sinne des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhaltes jedenfalls nicht mehr leisten, einzelnen Berufsgruppen nicht nachvollziehbare Privilegien zuzugestehen", betont das WdF. (Schluß)

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