Koczur: Schwere Angstzustände in der ÖVP Niederösterreich

KO Strasser scheint sich wohl als neuer Landesrat profilieren zu wollen

St. Pölten, (SPI) - "Anstatt für das Land zu arbeiten, outen
sich in der VP-Niederösterreich derzeit akute Angstzustände. Offenbar scheint die Volkspartei den von LHStv. Ernst Höger so erfolgreich eingeleiteten Führungswechsel zu fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Während Ernst Höger in verantwortungsbewußter Weise die Weichen für die Zukunft stellt und dies von der Bevölkerung auch goutiert wird, werden die "Abberufungskandidaten" in der NÖVP nur als offenes Geheimnis gehandelt", stellt der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Anton Koczur zu heutigen Aussagen von VP-Klubobmann Ernst
Strasser fest.****

"Die Menschen müssen sich schön langsam Sorgen machen. Das Ausscheiden der Landesräte Blochberger und Prokop wird in
engsten VP-Parteikreisen schon heftigst diskutiert, in der Öffentlichkeit breitet man noch immer den Mantel des Schweigens aus. Während die SPÖ-NÖ eine offene und ehrliche Informationspolitik pflegt, scheint die Volkspartei eine erfolgreiche Landespolitik im Sinne der Menschen aufs Spiel
setzen zu wollen", so der SP-Klubobmann weiter. Grundsätzliche Überlegungen über die Proporzregierung anzustellen, sei sicher sinnvoll. "Dabei sei aber auch darüber nachzudenken, wie man mit dem Umstand umgeht, daß die Volkspartei die Mehrheit im Landtag bereits seit Jahren verloren hat, diese - wohl nicht im Sinne vermehrter Demokratie - in der NÖ Landesregierung jedoch
weiterhin inne hat", so der SP-Klubobmann.

Das Führungsvakuum in der VP Niederösterreich läßt sich längst nicht mehr kaschieren und auch nicht die bereits ausgebrochenen Nachfolgekämpfe. So scheint sich Klubobmann Strasser bereits als neuer Landesrat profilieren zu wollen, der ÖAAB-Flügel läuft
nach den Demütigungen der vergangenen Regierungsbildung schon wieder Sturm gegen den eigenen Landeshauptmann. Derzeit ist
einfach unklar, welchen Kurs die VP Niederösterreich verfolgt.
So ruft sie im Land gerne ihre nicht vorhandene Arbeitsplatzkompetenz aus, in der Bundesregierung und bei den Sozialpartnern blockieren ihre eigenen Parteikollegen -Wirtschaftsminister Farnleitner und WK-Obmann Maderthaner -
wichtige Vorhaben der Arbeitsplatzsicherung und -schaffung.

"Die ÖVP muß sich endlich klar werden, ob sie eine konstruktive Arbeit für die Menschen leisten will. Die Sozialdemokraten
bereiten sich derzeit auf die Herbstarbeit vor - die Sorge der Menschen im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung, die
Förderung der Grenzregionen, das Einklinken in den Nationalen Beschäftigungsplan, die Reform der Wohnbauförderung, eine Lösung für die Musikschulen u.v.m.. Hat die VPNÖ wirklich keine anderen Sorgen?", so Koczur abschließend.
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