Justizministerium will Anklage gegen Fuchs verschärfen

Briefbomber soll 25facher Mordversuch angelastet werden. Vorausmeldung zu NEWS Nr. 33 /12.8.1998

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, will sich das Justizministerium gegen den vor wenigen Tagen von der Grazer Staatsanwaltschaft in der Causa Fuchs fertiggestellten Anklageentwurf querlegen. Dieser "Vorhabensbericht" - üblicherweise ident mit der später erstellten Anklage - lastet dem "Bajuwaren" Franz Fuchs im Bezug auf die von ihm versendeten 25 Briefbomben lediglich "absichtlich schwere Körperverletzung" an. Das jedoch will das Justizministerium nicht durchgehen lassen.

Wie leitende Beamte des Ministeriums - Nikolaus Michalek selbst ist derzeit auf Urlaub - gegenüber NEWS mitteilten, vertrete man die Ansicht, daß die explosive Post als "Mordversuch" zu gelten habe. Nicht zuletzt deshalb, weil etwa Wiens Ex-Bürgermeister Helmut Zilk lediglich dadurch überlebt habe, weil seine Frau am Tatort Erste Hilfe geleistet habe. Ein Strafrechtsexperte: "Anderenfalls wäre Herr Zilk wohl verblutet."

Der Prozeß in Graz - dessen Beginn für Jahresbeginn 1999 angesetzt ist - soll allerdings trotz dieser "Korrektur" pünktlich beginnen.

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