Fischotter: Entschädigungen stark gestiegen

LR Bauer für Gleichgewicht Naturschutz - Teichwirtschaft

St.Pölten (NLK) - Anläßlich eines Besuches der Ökologischen Station Waldviertel gestern in Gebharts informierte sich Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer vor Ort über die Fischotterproblematik im Waldviertel. Der Otter wird in einer Richtlinie streng zu schützender Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse angeführt und als jagdbares Wild ganzjährig geschont. Durch ihn entstehende Schäden an Fischzuchtteichen werden durch den NÖ Landschaftsfonds finanziell abgegolten.

Die Schadensaufnahme erfolgt durch die Ökologische Station, wobei auch mögliche andere Ursachen für Fischverluste festgehalten werden. Die Festsetzung der Höhe der Entschädigungen erfolgt nach einer weiteren fachlichen Begutachtung. In den letzten Jahren wurden dabei Schäden in steigendem Ausmaß gemeldet: 1995 und 1996 waren es jeweils 1,9 Millionen Schilling, 1997 hingegen 3 Millionen Schilling.

Landesrat Bauer hielt in diesem Zusammenhang fest, daß der Fischotter nicht zuletzt dank der Entschädigungen in Höhe von ca. 2 Millionen Schilling pro Jahr im Waldviertel wieder heimisch geworden sei. Angesichts der steigenden Schadenstendenz, der lokal idealen Bedingungen für den Fischotter durch die Teichwirtschaft und der Teichwirtschaft als wesentlichem Bestandteil der Region müsse ein Kompromiß gefunden werden, der die Fischotter-Population nicht gefährde, die Teichwirtschaft zufriedenstelle und die Ersatzansprüche nicht ins Uferlose wachsen lasse. Er plädiere für ein Gleichgewicht zwischen Naturschutz und Teichwirtschaft im Förderbereich, die konkreten Modalitäten dieser Regulierung seien noch zu verhandeln, schloß Bauer.

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