Wer Lehrlinge ausbildet, ist steuerlich zu entlasten

Bessere Qualifikation der Schulabgänger gefordert

Wien (PWK) - Fast fünf von zehn Österreichern (exakt: 88 Prozent) sind die Schwierigkeiten, eine Lehrstelle zu finden, bekannt. Damit es in Österreich wieder mehr Lehrstellen gibt, fordern 61 Prozent eine steuerliche Entlastung für Betriebe, die Lehrlinge ausbilden. 60 Prozent sehen in der Schaffung neuer Berufsbilder für Lehrberufe, die den technologischen und betrieblichen Entwicklungen besser entsprechen, den richtigen Ansatz zur Lösung der aktuellen Lehrstellenprobleme. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Wirtschaftskammer Österreich beim Fessel-GfK Institut für Marktforschung in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage unter 1500 Personen im Bundesgebiet. ****

46 Prozent der befragten Personen fordern eine ausreichende Qualifikation der Schulabgänger in den schulischen Grundlagenfächern vor Beginn der Lehre; 44 Prozent wollen mit Berufsvorbereitungslehrgängen Jugendlichen den Einstieg in einen Lehrberuf erleichtern; 36 Prozent denken an die Möglichkeit der Auflösung von Lehrverträgen, wenn sich Jugendliche für diesen Beruf nicht eignen; 35 Prozent verlangen eine finanzielle Entlastung der Betriebe, wenn die Lehrlinge in der Berufsschule sind und 33 Prozent stören die vielen Vorschriften bei der Lehrlingsbeschäftigung. Wer hier den Hebel ansetzt, wird am ehesten zur Schaffung neuer Lehrstellen beitragen, ist die allgemeine Meinung der befragten Österreicher.
(Schluß) EH

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