Schwarz Pharma AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

Monheim/ Nordrhein-Westfalen (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

SCHWARZ PHARMA berichtet über kräftigen Gewinnzuwachs und vielversprechende Kooperations-vereinbarungen

Jahresüberschuß + 9,6 % / Umsatz + 3,2 %, bereinigt um Firmenver käufe + 6,7 % / Cash flow + 14,0 % / DVFA-Prognose: 6,30 DM pro Aktie

Im ersten Halbjahr 1998 stieg der Konzernumsatz der SCHWARZ PHARMA-Gruppe um 3,2 % auf 653,3 Mio. DM. Berücksichtigt man jedoch die fehlenden Umsätze der im Januar 1998 verkauften SELOC France S.A. und des im September 1997 veräußerten Geschäftes in der Schweiz, beträgt die Umsatzsteigerung 6,7 %. Der Rückgang der Wachstumsrate gegenüber dem 1. Quartal ist auf ein durch Son dereffekte beeinflußtes starkes 2. Quartal des Vorjahres zurückzuführen.

Obwohl im Vorjahresergebnis außerordentliche Erträge in Höhe von 12,4 Mio. DM enthalten waren, stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 1998 um 5,4 % auf 133,7 Mio. DM. Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich um 6,3 % auf 129,8 Mio. DM, der Gewinn nach Steuern infolge verbesserter Ertragsteuerquote um 9,6 % auf 75,1 Mio. DM. Da im Ergebnis deutlich höhere Ab schreibungen verrechnet sind als im Vorjahr, erhöhte sich der Cash flow um 14,0 % auf 126,1 Mio. DM.

Im Ausland stieg der Umsatz der SCHWARZ PHARMA-Gruppe um 7,0 % auf 381,0 Mio. DM. Das entspricht einem Anteil von 58,3 % am Gruppenumsatz. Das US-Geschäft wuchs um 19,4 % auf 183,5 Mio. DM. Im europäischen und sonstigen Ausland inklusive Exportgeschäft konnte ein Umsatz von 197,5 Mio. DM (-2,5 %) erzielt werden. Bereinigt um die oben erwähnten Firmenverkäufe entspricht das einer Steigerung von 8,5 % gegenüber Vorjahr.

In Deutschland wurde ein Umsatz von 272,2 Mio. DM erreicht (-1,6 %). Die sich im 1. Quartal 1998 abzeichnende Trendwende hin zu einem positiven Umsatzwachstum wurde vorübergehend im 2. Quartal aufgehalten, wenn man das sehr starke 2. Quartal 1997 als Vergleichszeitraum heranzieht. Für den weiteren Jahresverlauf ist mit einer Fortsetzung des positiven Trends zu rechnen.

Ein Blick auf die SCHWARZ PHARMA-Produktpalette zeigt eine Reihe erfreulicher Resultate im ersten Halbjahr 1998.

Die Produktgruppe Nitrate (Isoket, Elantan/Monoket, Deponit u.a.), die ca. 1/3 des SCHWARZ PHARMA-Geschäftes ausmacht, erreichte erneut mit einem Umsatz von 183,7 Mio. DM ein hohes Niveau. Rifun erzielte einen Umsatzanstieg von 49,4 % auf 33,1 Mio. DM, während Levsin den Umsatz auf 38,2 Mio. DM (+30,7 %) und Prostavasin auf 43 Mio. DM (+11,4 %) erhöhten. Captopril (Tensobon, Capto Isis) entwickelte sich mit einem Umsatz von 34,3 Mio. DM zwar wie erwartet rückläufig (-22,8 %), jedoch weitaus positiver als zunächst angenommen. Die international neu eingeführten Produkte konnten einen vielversprechend positiven Trend fortsetzen. Moexipril (Femipres, Univasc) etablierte sich im ACE-Hemmer-Markt mit 27,6 Mio. DM Umsatz und einem Wachstum von über 75 % gegenüber Vor jahr. Viridal/Edex, die Injektionstherapie von SCHWARZ PHARMA zur Behandlung der erektilen Dysfunktion, erzielte einen Umsatz von 7,6 Mio. DM; im zweiten Halbjahr wird jedoch eine deutliche Steigerung erwartet.

SCHWARZ PHARMA ist es auch in 1998 gelungen, eine Reihe vielversprechender Kooperationsvereinbarungen einzugehen:

Im April haben SCHWARZ PHARMA und Synthelabo einen Vertrag über die Co-Marketingrechte des Allergiepräparates ZOLIM in Deutschland unterzeichnet. Im Juli vereinbarte SCHWARZ PHARMA mit dem amerikanischen Unternehmen Discovery Therapeutics Inc. die gemeinsame Entwicklung eines Pflasters mit DTIs neuem Do paminagonisten N-0923 zur transdermalen Behandlung von Morbus Parkinson. Vorliegende Daten aus Phase II Studien belegen eine überzeugende Wirksamkeit sowie eine hervorragende Verträglichkeit des Produktes. Im Gegensatz zu derzeit bestehen den Therapiemöglichkeiten kann das Pflaster signifikante Nebenwirkungen, wie Übelkeit und mangelnde Kontrolle von Bewegungsabläufen, durch eine gleichmäßige Freisetzung des Wirkstoffes verhindern. Zudem wird N-0923 nur einmal täglich appliziert. Das Pflaster eröffnet den weltweit 1,2 Millionen Parkinsonpatienten somit erstmals eine verbesserte Therapie ihrer Krankheit mit erhöhter Lebensqualität. SCHWARZ PHARMA erhält die weltweiten Vermarktungsrechte mit Ausnahme von Japan.

Am 27. Juli hat SCHWARZ PHARMA das Warenzeichen, die Zulassung und die weltweiten Rechte für die Vermarktung von SEGLOR von Sanofi erworben. Seglor ist mit Umsätzen von 103,3 Mio. FF (weltweit 122,8 Mio.FF) das führende Migränemedikament in Frankreich, mit einem Marktanteil von fast 66 % in der Langzeittherapie dieser Indikation. Dort ist SCHWARZ PHARMA somit Marktführer in der Migränetherapie.

Der Vorstand prognostiziert - vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse - unverändert einen Anstieg des DVFA-Ergebnisses auf 6,30 DM pro Aktie.

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