Immer ein Thema: Salmonellen

Wien (OTS) - Trotz aufwendiger Kontrollen tauchen immer wieder Salmonellen in der menschlichen Nahrung auf. Gerade in der heißen Jahreszeit ist die Gefahr einer Infektion besonders groß. Im Handel sorgen zahlreiche Kontrollen dafür, daß eventuell mit Salmonellen verseuchte Nahrungsmittel nicht gekauft werden können. "Aber auch in der eigenen Küche lauert die Gefahr einer Salmonellen-Infektion", warnt OA Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.

Salmonellen können Magen-Darm-Erkrankungen verursachen. Feinböck:
"Das Gift wird im Magen-Darm-Trakt freigesetzt und die Person erkrankt an der Salmonellose. Symptome sind Kopfschmerzen, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber und Durchfälle. Ein Patient mit einer Salmonellose kann mit Beginn der Durchfälle seine Umgebung mit Salmonellen infizieren. Gefährlich ist dies besonders für Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke."

Die richtige Lagerung von Lebensmitteln sei besonders wichtig, so Feinböck. Salmonellen könnten in Geflügel, Wild, Fisch, Krusten-, Schalen- und Weichtieren, in Eis, Eiern und Milch enthalten sein. Diese Lebensmittel sollten daher getrennt von anderen Lebensmitteln bei einer Temperatur von unter 10°C aufbewahrt werden.

Bei der Verarbeitung müsse besonders auf Hygiene geachtet werden. Auftauwasser von Geflügel oder Gefrierfleisch, Geschirr und Besteck dürften nicht in Kontakt zu anderen Lebensmitteln kommen. Die Lebensmittel sollten immer sofort verarbeitet und gut durchgebraten werden. Faschiertes sollte noch am Herstellungstag aufgebraucht werden, Speisen, die aus rohen Eiern hergestellt sind, sofort.

Vorsicht sei auch bei Speiseeis geboten: "Kälte tötet Salmonellen nicht, die Bakterien werden nur in ihrer Vermehrung gehemmt. Einmal aufgetautes Eis darf daher nicht mehr zurück in die Kühltruhe. Besonders leicht verderblich ist selbst produziertes Speiseeis. Es darf nicht längerals 72 Stunden aufbewahrt werden. Das frische Produkt muß sofort ins Gefrierfach", so Feinböck.

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