KfV: Im Auto cool bleiben - auch bei Hitze

Wien (OTS) - 17 von 28 Verkehrsopfern am heißen Wochenende -
Tips um auch bei Hitze "cool" hinterm Steuer zu bleiben -
Mehr als die Hälfte der Unfälle durch unangepaßte Geschwindigkeit -Schach den Rasern durch Punkteführerschein =

Von 28 Todesopfern im Straßenverkehr der vergangenen
Woche, entfallen 17 auf das Wochenende! Wer dem Ruf "Pack die Badehose ein" folgt, darf dabei nicht die Verkehrsicherheit vergessen. Denn Hitze kann die Fahrkonzentration empfindlich ablenken. Schwindel, Übelkeit und starke Schweißausbrüche sind Anzeichen dafür, daß dem Fahrer zu heiß wird. Dann heißt es, etwas gegen die Erhitzung zu unternehmen. KfV-Experten geben Tips, um auch bei Hitze "cool" am Steuer zu bleiben:

· Legen Sie eine kurze Pause im Schatten ein! Eine Faustregel lautet, alle 2-3 Stunden zu pausieren. · Trinken Sie viel (kein Alkohol und nicht zu süße Getränke), erfrischen Sie sich und nehmen sie leichtes Essen zu sich. · Tragen Sie lockere und bequeme Kleidung. · Fahren Sie nicht im Kühlschrank! Klimaanlagen sollten nicht zu kalt eingestellt werden. Ein zu großer Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur strapaziert den Körper zusätzlich. · Keine Panik bei Insekten: Fahrtwind bläst mitunter Insekten ins Fahrzeuginnere, für alle Fahrzeuginsassen gilt in so einem Fall: Nicht wild herumschlagen und den Lenker irritieren, sondern sobald wie möglich stehenbleiben und das Tierchen ins Freie lassen. · Zur falschen Zeit am falschen Ort: Wer in der Hitze in einen Stau gerät, sollte dabei unbedingt "cool" bleiben. Aggressives Drängeln bringt keine Zeitersparnis und provoziert nur andere Staukollegen. Nach Auflösung des Staus nicht versuchen, die verlorene Zeit durch Rasen wieder aufzuholen. · See in Sicht! Parken Sie (wenn möglich) im Schatten, (wenn nicht möglich) verwenden Sie Sonnenblenden. Damit vermeiden Sie ein brennend heißes Lenkrad, einen aufgeheizten Schalthebel und glühende Sicherheitsgurtschnallen. Lüften Sie das Auto vor der Rückfahrt gut durch. · Als Motorrad- oder Mopedfahrer sollten Sie auch bei noch so großer Hitze niemals auf entsprechende Kleidung und Helm verzichten. · Ein Tip fürs nächste heiße Wochenende: Fahren Sie früher los!

Unfallbilanz der Vorwoche: Vom 3. - 9. August 1998 sind nach vorläufigen Zahlen insgesamt 28 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. (Im Vorjahr: 33). Darunter befinden sich 15 PKW-Insassen, davon 13 Lenker, 1 LKW-Insasse, 5 Motorradfahrer, davon 4 Lenker. Zwei Radfahrer und fünf Fußgänger, die durch Fremdverschulden ums Leben kamen, bestätigen die KfV-Forderung, verstärkt Sicherheitsmaßnahmen für ungeschützte Verkehrsteilnehmer zu setzen. Drei tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, ist für ungesicherte Lenker mehr als achtmal so hoch als für angegurtete. Zur Steigerung der Sicherheit fordert das KfV eine Erhöhung der Strafsätze für Gurtmuffeln. Bei mehr als der Hälfte der Unfälle (16) war nichtangepaßte Geschwindigkeit die Hauptursache. Dieser hohe Wert unterstreicht, daß Schritte gegen Raser und Rowdies unternommen werden müssen. KfV-Experten raten dringend zu einer Einführung des Punkteführerscheins, um diesen Verkehrssündern einen Riegel vorzuschieben. 5 mal war Vorrangverletzung Hauptunfallursache, Sonstiges einmal, ein Lenker beging Fahrerflucht.

Die Unfallbilanz für Juli: Im Juli ereigneten sich nach vorläufigen Zahlen insgesamt 65 tödliche Verkehrsunfälle mit 76 Toten. Die Unfallursachen: Fahren mit nicht angepaßter Geschwindigkeit (26), Vorrangverletzung (6), Überholen (3), Unachtsamkeit (8), Übermüdung (5), Fehlverhalten Fußgänger (3), Technische Defekte (2) Sonstige (3), Ungeklärt (9). 12 tödlich Verunglückte waren nicht angeschnallt, einer trug keinen Helm.

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